Sportler des Jahres

Mittwoch, 04. März 2015

Falun-Empfehlungen für Baden-Baden

Die Frage nach dem „Sportler des Jahres“ 2015 ist schon nach den ersten beiden Monaten in vieler Munde. „Entweder Rydzek oder Freund…“, so ein Kommentar nach der Ski-WM in Falun. In der Tat nicht auszuschließen. Denn die Ausbeute in Mittelschweden übertraf alle Erwartungen. DSV-Präsident Franz Steinle, im letzten Dezember erstmals bei der Gala in Baden-Baden vor Ort, sprach von der „erfolgreichsten nordischen WM in der Geschichte der Bundesrepublik.“ In Zahlen: 5x Gold, 2x Silber, 1x Bronze. Nur Norwegens Wikinger toppten dieses Klasse-Resultat.

Nach Falun wähnt man den besten Flieger der Welt, Severin Freund, schon heute weit vorne auf den Stimmzetteln der Sportjournalisten. Keiner springt weiter. Siege auf der Großen Schanze und mit dem Mixed-Team, Silber auf dem kleinen Bakken für den 25-Jährigen, der sich als Amuse gueule die Skiflug-WM gesichert hatte. Auf seiner Facebook-Seite notierte Freund mittlerweile über 50 000 „Gefällt mir“-Anzeigen, seine Popularität nimmt zu wie ein Schneesturm im Tiefwinter. Der erste deutsche Einzeltitel nach 14 Jahren bemühte auch die Statistiker der Sportlerwahl, seit 1947 durchgeführt. Kann ein „Adler“ beim Votum den Sommer-Athleten davonfliegen? Aber ja. 2002 gelang dies Vierschanzentournee-Triumphator Sven Hannawald, 1999 war Martin Schmitt der Erste. In der DDR setzten Jens Weißflog (1985), Hans-Georg Aschenbach (1974) und Helmut Recknagel (1962 – damals beim Sprung mit den Armen weit nach vorne) Ausrufezeichen.

Und die Kombinierer? 1960 sorgte Georg Thoma für die Überraschung – und wurde bei der allerersten Ehrung in Baden-Baden ausgezeichnet. Nach Franz Keller (1968) jedoch dauerte es 37 Jahren ehe mit Ronny Ackermann (2005) der nächste Allrounder die meisten Stimmen auf sich vereinte. In Falun erlebte Ronny als Sprungtrainer der „NoKos“ die Medaille-Hausse von Johannes Rydzek aus besonderer Perspektive. Gold, Gold, Silber, Bronze – das Edelmetall-Quartett des 23-jährigen Oberstdorfers beim Springen und in der Loipe. Manager Jens Zimmermann führt seither interessante Gespräche mit möglichen Sponsoren. Es gelte auch, den Mehrkampf als „Königsdisziplin“ des Winters zu positionieren. Der lange erhoffte Coup in der Team-Konkurrenz (erster WM-Titel seit 28 Jahren), zusammen mit Eric Frenzel, Fabian Rießle, Tino Edelmann, katapultiert Rydzek zudem auf eine Pole-Position für die Wahl „Mannschaft des Jahres“. Wenn es gegen Bayern München und Co. geht.

Carina Vogt kam mit den Verpflichtungen nach einem Gold-Coup schon versierter zurecht als in Sotschi. Damals der erste Skisprung-Olympiasieg, dann Dritte bei der Sportlerwahl, jetzt Weltmeisterin im Einzel und mit dem Mixed-Team. Was für eine Serie für die 23-jährige Schwäbin.

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