Sportler des Jahres

Sonntag, 01. Februar 2015

Handball-Neuland in Katar

1978 und 2007 holten sich die deutschen Handballer nach dem WM-Titel auch die Auszeichnung zur „Mannschaft des Jahres“. Und man kann in der Rückschau festhalten, dass die Jungs von Vlado Stenzel bzw. Heiner Brand zu den besten Feier-Crews überhaupt zählten. Es wäre dennoch vermessen, die DHB-Vertretung 2015 wieder ganz vorne zu erwarten. Präsident Bernhard Bauer bemühte sich vor dem WM-Start, die Situation – per Wildcard nach Katar – bescheiden zu schildern. Das Achtelfinale sei nach der glücklichen Mitwirkung aber Pflicht.

Dennoch präsentiert sich das Team – nach dem vermeintlichen K.O. gegen Polen (ausgerechnet erster Gruppengegner am Freitag) – anders aufgestellt. Mit zahlreichen neuen und jungen Werfern formte Coach Dagur Sigurdsson eine schlagkräftige Truppe, die in der Vorbereitung viel Teambilding betrieb und dank guter Testpartien Selbstvertrauen tankte. Vom 15. Januar bis 1. Februar könnte an ungewohnter Stätte ein Neuanfang beginnen. Bauer deshalb fordert auch Kampfgeist und Begeisterung ein. Mann müsse beweisen, zu Recht beim Turnier der Besten zu sein.

Bei Olympia in London und der EM 2014 nur Zuschauer, will die Formation um Kapitän Uwe Gensheimer und Tor-Verhinderer Silvio Heinevetter ihre Chance nutzen: denn der Handballsport in Deutschland braucht dieses Zeichen. Und einen Jungspund wie zum Beispiel Paul Drux (19), der auf der linken Rückraum-Position Akzente setzen soll. Ihre Aktion in Doha „Die Wüste lebt“ kann beginnen.

 

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