Sportler des Jahres

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Eine Medaille und ein Tattoo

Deutsche Volleyballer und Georg Grozer setzen ein Markenzeichen

Mit dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften in Polen müssen die deutschen Volleyballer bei der Wahl zur „Mannschaft des Jahres“ Ende Dezember in den engeren Kreis der Favoriten aufgenommen werden. Für die DVV-Auswahl war es insgesamt die erste Medaille seit 44 Jahren und umso größer war der Jubel um Bundestrainer Vital Heynen und Starspieler Georg Grozer. „Das müsste dem Volleyball in Deutschland einen enormen Auftrieb geben und ist der Lohn für eine außergewöhnliche Mannschaft“, freute sich Thomas Krohne, der Präsident des deutschen Volleyball-Verbandes.

Tatsächlich betrieb das DVV-Team in den drei WM-Wochen beste Werbung und feierte in 13 Partien insgesamt neun Siege. Auch durch Niederlagen gegen Frankreich und im Halbfinale gegen die Polen ließ sich die Mannschaft um Kapitän Joachim Schöps nicht aufhalten und zeigte im Spiel um Platz 3 nochmals einen unbändigen Siegeswillen. Mit einem 3:1-Sieg gegen Frankreich gelang die Revanche und nach dem Gold 1970 für die damalige DDR war es erst der zweite deutsche Podestplatz in der WM-Geschichte. Ob in der Annahme, im Block oder im Angriff, die deutschen Volleyballer krönten mit dieser Leistung ihr überragendes Auftreten bei der Weltmeisterschaft.

Für viele Experten war und ist diese Medaille auch der Verdienst von Bundestrainer Vital Heynen. Seitdem er 2012 das deutsche Team übernommen hat, ging es stetig bergauf. Der Lohn waren fünfte Plätze bei den Olympischen Spielen in London und bei der EM 2013. Schon damals fehlte nur wenig zum Erreichen einer Medaille. Nun aber schwor der gebürtige Belgier sein Team bereits beim Trainingslager in Kienbaum zu einer verschworenen Gemeinschaft ein, trichterte seinen Spielern die Siegermentalität ein. „Vital hat uns immer klar gemacht, dass wir jedes Team der Welt schlagen können. Daran glaubten wir und das beflügelte uns“, bekräftigte Hauptangreifer Georg Grozer.

Er selbst gehörte neben Kapitän Joachim Schöps, Zuspieler Lukas Kampa und Angreifer Denis Kaliberda zu den besonderen Leistungsträgern dieses Teams, zermürbte mit seinen knallharten Aufschlägen immer wieder die Gegner. Der „Hammer-Schorsch, wie der 29-jährige Sohn des ehemaligen Bundestrainers Georg Grozer senior genannt wird, avancierte so zu den besten Spielern dieser Weltmeisterschaft und bestätigte auch trotz mancher Verletzung seine außergewöhnliche Klasse. Sein Geld verdient er beim russischen Klubweltmeister Lokomotiv Belgogrod und an seinem Körper hat er sich schon manches Tattoo stechen lassen. Nun kommt ein neues hinzu, denn das hatte er seinen Kameraden im Falle einer Medaille angekündigt.

Für Bundestrainer Vital Heynen aber ist die Erfolgsgeschichte noch nicht zu Ende. Im nächsten Jahr bei der EM in Bulgarien und Italien soll genauso eine Medaille geholt werden wie bei Olympia 2016 in Brasilien. Bis dahin läuft der Vertrag des 45-Jährigen und dann will auch Georg Grozer seine Karriere im Nationalteam beenden. Es darf also von weiteren Erfolgen geträumt werden.

Bild: picture alliance

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