Sportler des Jahres

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Zürcher Gold-Küste

Unter der Woche hatte sich Radio-Reporter Jens-Jörg Rieck sogar die Pudelmütze übergestülpt, um der Zürcher Kälte an den sogenannten Hundstagen zu trotzen. Das miese Wetter (und die hohen Preise) sorgten für laue Stimmung und nicht so gut besuchte Tribünen. Gut, dass der Abschluss am sonnigen Schlusstag für Entschädigung sorgte, auch bei der Bilanz des DLV. Mit insgesamt vier Siegen belegte man Platz 3 in der Nationenwertung, und die Perspektive der deutschen „Jugendbewegung“ (FAZ) – ein Viertel 22 Jahre und jünger – stimmt im Hinblick auf Rio 2016.

Für die diesjährigen Wahl „Sportler des Jahres“ (am 21. Dezember) konnten sich zwei Damen und zwei Herren nachdrücklich empfehlen. „Titelverteidiger“ Robert Harting beherrschte auch in seinem „Zwischenjahr“ souverän den Diskusring. Mit neuem Trainer und altbekanntem Willen holte der Berliner Hüne die Goldmedaille. Als ob das eine Selbstverständlichkeit wäre… Ähnliches gilt für Kugel-Heros David Storl, der seine Konkurrenz degradierte. Der jüngste Weltmeister hat noch viel mehr in Petto. Hilft zum Beispiel mit, die Popularität seiner Sportart durch ungewöhnliche Wettkämpfe (vor dem Ulmer Münster) zu steigern. Promotion kann die Leichtathletik auch gebrauchen. Nach der EM 2016 in Amsterdam bittet 2018 Berlin zum Track&Field-Festival. Eine Herausforderung, ja eine Herkulesaufgabe, Fernsehen und Sponsoren zu überzeugen. Aber nur wer ungewöhnliche Wege geht, kann – manchmal – aus dem Fußballschatten treten.

Das tat Antje Möldner-Schmidt auf ihre Art und Weise. 2010 an Krebs erkrankt, überraschte die EM-Dritte von Helsinki über 3000 m Hindernis. Die 30-Jährige aus Cottbus gehörte zu den meistgefeierten Gold-Kindern im Letzigrund-Stadion, hinterher nahm sie die Ovationen der Gäste im DLV-Club am Quai 61 entgegen. In einer der schönsten Locations überhaupt am Züri-See, mit Blick auf Springbrunnen und die sogenannte „Gold-Küste“, wurde auch diskutiert, dass Christina Schwanitz (28) in einer eigenen Liga startete. 51 Zentimeter Vorsprung auf die EM-Zweite: wenn das keine Referenz für das Votum der Journalisten am Jahresende ist. Denn „Randsportarten“ gibt es bei der „Sportler-Gala“ in Baden-Baden nicht. 1997 sammelte ihre Kugelstoß-Vorgängerin Astrid Kumbernuss die meisten Stimmen. Mehr als eine Randnotiz: die DLV-Sprinter meldeten sich wieder zu Wort. Silber in der 4×100-m-Staffel, das bedeutet allemal die Nominierung für das Rating „Mannschaft des Jahres“ 2014.

Bild: Picture Alliance

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Das Jahrbuch zum Sportler des Jahres 2013 ist hier zum Download als PDF erhältlich.

 

 

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