Borussia Dortmund zwischen Gala und Fußball-Alltag / Vereins-TV immer dabei
Baden-Baden. „Vielen Dank für die gute Kooperation“, bedankte sich Klaus Dobbratz, Chef der Sportnachrichten-Agentur ISK und Organisator des „Sportler des Jahres“, bei Josef Schneck. Der Pressesprecher des Fußball-Meisters Borussia Dortmund vertrat die gelbschwarzen Farben der „Mannschaft des Jahres“ 2011 auf der Pressekonferenz nach der Gala, denn da waren Trainer Jürgen Klopp, Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sowie die Profis Sven Bender und Neven Subotic schon wieder auf dem Rückweg in die Heimat. Am Baden Airport dürfen die Flieger nur bis 23 Uhr abheben und so ging es direkt nach dem Bühnenauftritt per Shuttle, angeführt von einem Polizeifahrzeug, zum Flugplatz und von dort nach Paderborn.
„Am Montag ist Training angesetzt, am Dienstag spielen wir in Düsseldorf und wir möchten gerne im DFB-Pokal überwintern“, warb Schneck um Verständnis für den schnellen „Abflug“ des Quartetts. Und attestierte, „dass sich die vier hier in Baden-Baden sehr wohl gefühlt haben.“ Mit in der „Borussia-Maschine“ saß auch ein Kamera-Team von BVB total!, dem vereinseigenen Fernsehsender. Mannschaft des Jahres wird ein Bundesligist nicht allzu häufig, die Dortmunder aber wurden nach 1957 und 1995 immerhin schon zum dritten Mal von den Sportjournalisten in Deutschland aufs oberste Podest gehoben.
Ein Star im Team ist der Coach, und der übernahm zuvor im Kurhaus, im Gespräch mit den ZDF-Moderatoren Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne, auch die Rolle des Mannschaftssprechers. „Es war ein außergewöhnliches Jahr und die Wahl ist eine große Ehre“, meinte Kloppo. Er verglich die Meister-Saison gar mit einem „Märchen“, erwähnte den „besonderen Geist“, der sich entwickelt habe. „Wir hatten 19-Jährige auf dem Spielfeld und noch 18-Jährige dazu gestellt“, scheint er sich noch immer selbst am meisten über den Erfolg seines Kindergartens, wie er selbst mal sagte, zu wundern. Dann schrieb er in den Katakomben hinter der Bühne noch schnell ein paar Autogramme. Während der Shuttle-Chauffeur drängelte: „Wir müssen los.“ Hektische Sportwelt.
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