Das starke Momentum des Alexander Zverev

Das starke Momentum des Alexander Zverev

Das starke Momentum des Alexander Zverev

Alexander Zverev liegt weinend auf dem Rotsand von Roland Garros, die Zuschauer erheben sich und applaudieren. Sascha inmitten seiner Familie, inklusive Hund „Mischka“ und dem Siegerpokal. Ein Bild wie für die Ewigkeit. Alexander vor dem Tableau des Turniers, aktualisiert um seinen Namen. Das ist jetzt Fakt. In der Pressekonferenz hatte der 29-Jährige nach dem Fünfsatz-Finalsieg über Flavio Cobolli (24) analysiert, dass er nun für alle Zeiten ein Grand-Slam-Gewinner sei. Das mache ihn mental viel stärker. Und nach einer Niederlage bleibe er einfach ein Grand-Slam-Champion.

Sport-Deutschland fragt sich bereits, ob der Held von Paris nun Favorit für die 80. Wahl „Sportler des Jahres“ ist? TV-Tennis-Fachmann Teo Jägersberg, in Baden-Baden stets Moderator der SdJ-Pressekonferenz, bejaht. „Wie 2021.“ Damals nahm der Tennis-Crack als Olympiasieger die Auszeichnung in Baden-Baden entgegen. Hinterher gab er zu Protokoll, dass nun der erste Grand-Slam-Titel fällig sei – und der Aufstieg zur Nummer 1 des World Rankings. Das erste große Ziel ist erreicht.

Er feierte auf dem Center Court auch mit den Balljungs – teilte seine Freude mit allen – rührende Szenen mit einem großen Sportsmann, der in die Fußstapfen von Boris Becker, letzter deutscher Grand-Slam-Sieger vor 30 Jahren, trat. Der wurde übrigens viermal von den Journalisten an die Spitze gewählt. Aber die Konkurrenz in einem Olympia-Jahr bleibt natürlich gewaltig. Die Winterspiele in Italien sahen mehrere deutsche Gold-Kinder auf dem höchsten Podest. Da gilt es gut abzuwägen. Das Momentum der French Open mit dem jubelnden Alexander Zverev, der sein Final-Trauma im vierten Anlauf überwand, aber ist ein starker Trumpf. Die Abwesenheit von Alcaraz (verletzt) und Sinner (Aus in Runde 2) souverän ausgenutzt – es musste ja auch einfach klappen auf dem ehrwürdigen Platz Philippe Chartrier.     

Bild: picture alliance 

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