Die Ruder-Demo des Oliver Zeidler

Die Ruder-Demo des Oliver Zeidler

Die Ruder-Demo des Oliver Zeidler

Wenn Oliver Zeidler gewinnt, ist es nicht einfach nur ein Sieg, sondern oft eine Machtdemonstration. Der 30-Jährige Oberbayer holte in Amsterdam seinen vierten WM-Titel im Einer-Rudern – mit mehr drei Sekunden Vorsprung.  Ein paar Wochen zuvor hatte er bereits überlegen EM-Gold gewonnen, in Rekordzeit. Dass der Olympiasieger von Paris 2024 nun Inhaber aller wichtigen Titel im Rudern ist, „bedeutet mir ganz, ganz viel“, sagte im ZDF-Interview. „Ich hab‘ es noch nie geschafft, alle großen Titel zusammenzuhalten.“

Ein knappes Jahr lang hatte Zeidler nach Paris nur reduziert trainiert, sich um sein Studium gekümmert – und war trotzdem Zweiter bei der WM 2025 geworden. Das Rudern hintenanzustellen habe ihm gutgetan, findet er. „Jetzt bin ich wieder hungrig.“ Gleichzeitig suchte Zeidler neue Anreize. Er habe bisher immer nach dem gleichen Plan trainiert, aber mit 30, sagte er, müsse man schon schauen, „wo noch ein bisschen etwas rauszuholen ist, wenn man auch gegen die jüngeren Athleten bestehen will“. 

Zeidler ließ sich vom Radsport inspirieren, erhöhte die Trainingsumfänge um 20 bis 30 Prozent, aber reduzierte dafür die Intensität. Weil er nun dauerhaft bei seiner Freundin in der Schweiz wohnt, bekommt  sein Vater und Trainer Heino Zeidler regelmäßig Videos von den Übungseinheiten im Skiff übermittelt. Zweimal im Monat treffen sich die beiden an der Regattastrecke in München-Oberschleißheim zum Training. Die Umstellung habe sich schon ausgezahlt, findet  der „Sportler des Jahres“ von 2024 nach 14 Siegen in 14 Saison-Rennen. „Ich habe so gut performt wie noch nie zuvor.“

Bild: picture alliance

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