Eis-Märchen mit Silber & große Weltcup-Kugeln

Eis-Märchen mit Silber & große Weltcup-Kugeln

Eis-Märchen mit Silber & große Weltcup-Kugeln

Am Ende war es eine ganz knappe Entscheidung, aber Minerva Hase und Nikolai Wolodin waren sich einig: Sie hatten Silber gewonnen und nicht etwa Gold verloren. Bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Boston nämlich, wo das deutsche Top-Duo nach einer (fast) fehlerfreien Kür noch auf den zweiten Platz bei der Siegerehrung vorsprang.  Die amtierenden Europameister mussten sich am Ende nur den japanischen Vertretern Riku Miura/Ryuichi Kihara geschlagen geben, die sowohl im Kurzprogramm wie auch in der Kür ihre Ausnahmestellung unter Beweis stellten und sich keine Blöße gaben.

Hase/Wolodin waren von Platz drei aus in die Entscheidung gegangen. Am Ende verpassten das Paar den Titel nur hauchdünn, aber beide sahen sich als Silbermedaillengewinner für ihren Trainingsaufwand entsprechend belohnt. „Der Rückstand nach dem Kurzprogramm war einfach zu groß, um noch ganz nach vorn zu kommen“, meinte Eiskunstlauf-„Floh“ Minerva. Sonst hätte es unter Umständen doch noch für den ersten WM-Titel in dieser jahrzehntelangen deutschen Paradedisziplin des Wintersports, angefangen von Maxi Herber und Ernst Baier vor mittlerweile 90 Jahren , seit sieben Jahren reichen können. Damals sprangen und liefen die Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot in Mailand ganz nach vorn.

Bei Olympia 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo wollen beide bei der Medaillenvergabe mitreden. Allerdings fehlt dem in Russland geborenen Wolodin dafür – noch – der deutsche Pass. Weit vorne aber könnten die Vizeweltmeister in diesem Jahr landen, wenn das Team des Jahres im Dezember beim „Sportler“ in Baden-Baden geehrt wird.

Damit schließt sich – fast – auch der Kreis des Wintersport-Jahres 2024/2025. Unter dem Strich ein starker vorolympischer Auftritt aus Sicht des Team D. Nicht nur bei den Weltmeisterschaften, ob auf Eis oder Schnee, auch bei den Endabrechnungen im Weltcup machten Deutsche ihr Ding. Unvergessen sicherlich das (siegreiche) Duell von Biathletin Franzi Preuß bis zur letzten Biegung des Massenstart-Rennens am Holmenkollen. Sie muss jetzt tatsächlich überlegen, die ganzen großen und kleinen Kugeln daheim aufzubewahren. Und vielleicht kommt zum Jahresende ja noch ein Pokal dazu…

Stellvertretend seien auch die Erfolge im Punkte-Ranking der Nordischen Kombination erwähnt. Natalie Armbruster, 19-jährige Schwarzwälderin, nahm das mächtige Kristall entgegen – Vinzenz Geiger (27) aus dem Allgäu ließ sich als weltbester Punkte-Hamster feiern. Bei der Sportler-Wahl stand Armbruster schon 2023 als Newcomerin auf der Bühne, Geiger war ein Jahr zuvor starker Zweiter beim Journalisten/Sportler-Voting.

Bild: picture alliance

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