Gold-Dani aus der Waldschneise in den Livigno Snow Park

Gold-Dani aus der Waldschneise in den Livigno Snow Park

daniela maier
Gold-Dani aus der Waldschneise in den Livigno Snow Park

Was für ein Triumph. Was für ein Jubel. In jedem Heat von Livigno ungeschlagen, auch im Finale. Mit beeindruckender Dominanz und den Gedanken „Dani du musst pushen, du musst pushen, bleib bei dir“ rauschte Daniela Maier gegen die superstarke Konkurrenz zum Olympiasieg. Nach dem Drama um die Bronzemedaille von Peking 2022 feierte die Schwarzwälderin nun völlig unangefochten ihren fulminanten Triumph. Das erste olympische Skicross-Gold überhaupt für Team Deutschland. Seit elf Jahren gehört „Dani“ Maier zur Weltklasse, jetzt hat sie Geschichte geschrieben.

Im Ziel warteten Familie und Freunde, am Ende völlig aus dem Häuschen. Nicht umsonst hatte sich Dani Maier auf die Spiele so nah an der Heimat (nur 300 km Entfernung) gefreut. Auch daheim beim SC Urach wurde beim Public Viewing gezittert und dann kultig mit Apérol gefeiert. Am Sägenhof im Urachtal hatte schließlich das damals kleine „Maidle“ das Skifahren gelernt. Später heizte sie über die dort extra angelegte, kurze Cross-Variante durch die Waldschneise. Dort prangt seit einiger Zeit ein Plakat mit dem Konterfei „unserer Olympiateilnehmerin“. Wer die Schwarzwälder kennt, der weiß, das wird rasant erneuert.

Was für ein Wettkampftag in Livigno aber. Die 29-jährige Furtwangenerin präsentierte sich auf den Punkt genau in Topform. Der sechste Weltcupsieg ihrer Karriere bei der Generalprobe in Val di Fassa Ende Januar, machte zwar Hoffnung auf noch viel mehr. Den Favoriten-Schuh wollte sich die Wahl-Marquartsteinerin dennoch nicht anziehen lassen. Gesundheitlich leicht angeschlagen toppte sie im Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, ganz souverän mit Vorsprung auf die jeweiligen Konkurrentinnen. Im Finale setzte sie sich gegen Weltmeisterin Fanny Smith (Schweiz) und Peking-Olympiasiegerin Sandra Näslund (Schweden) durch.

Lange hatte die immer positiv denkende, strahlende Daniela Maier mit Verletzungen gekämpft. Dann kam der Durchmarsch im Winter 2025 mit Bronze bei der WM im Engadin, drei Weltcupsiegen und Rang zwei im Gesamtweltcup. Das machte sie stolz, sagte sie. Und nun das i-Tüpfelchen bei den Winterspielen von Milano Cortina 2026. Erst war sie nur „sprachlos“, dann absolvierte sie den Interview-Marathon, am Samstagfrüh wird sie im Deutschen Haus vor der Presse auch über die erste Nacht als Olympiasiegerin berichten.

Fix ist; diese Bewerbung im Snow Park von Livigno sichert ihr die Einladung zur Gala „Sportler des Jahres“ am 20. Dezember nach Baden-Baden. Eine gute Gelegenheit für noch mehr Werbung für die Randsportart Ski Cross.

Bild: picture alliance

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