Helm hilft gegen Ansteckung

  • Publiziert in Sdj News

Es war sein Winter. Francesco Friedrich gewann mit seinen Teams die WM-Titel im Zweier- und Vierer-Bob. Der 30-jährige Doppelolympiasieger darf sich „Rekord-Weltmeister“ nennen. Aber wird sich diese fast historische Siegesserie auch 2020/2021 fortsetzen? Dies ist das Fragezeichen – das jedoch nicht mit der Form des Piloten zusammenhängt. Die Pandemie dürfte auch den Verlauf der Fahrten durch die Eiskanäle bestimmen.

Kannst Du in Sachen Vorbereitung kurz zurückblicken. Was ging beim Training, was funktionierte aufgrund von Corona nicht? Immerhin habt ihr einen neuen Startrekord aufgestellt, seid also schon in Bombenform…

Friedrich: Dadurch, dass wir genügend Varianten für das Training haben und wir alle trainingserfahren sind, konnten wir gut allein zu Hause an unseren Stützpunkten trainieren, bis dann im Juni das Anschubtraining mit der gesamten Mannschaft losgehen konnte. Dort mussten wir dann mit Helm anschieben, um niemanden von unseren Teamkameraden anzustecken, was aber auch kein großes Problem war. Somit verlief unsere athletische Vorbereitung ganz gut.

Und jetzt zeigt die Spur wieder nach vorne. Mit ersten Starts in Winterberg. Und was gibt es Neues in Sachen Weltcup-Auftakt. Könnt ihr für Sigulda planen und die anschließenden Events, alle ja in Europa?

Friedrich: Die Weltcupsaison wurde im September umgeplant und wir hoffen, dass alles so durchgeführt werden kann und es keine großen Probleme geben wird. Aber ich denke es werden trotzdem noch einige Überraschungen diesen Winter auf uns zukommen.

Als Tokio verschoben wurde, war der (Bob-) Winter noch so weit entfernt. Habt ihr mit den Sommer-Athleten gelitten. Und schon mal überlegt, ob sich das alles womöglich bis in den Winter hinziehen könnte. 

Friedrich: Ich habe sehr mit den Sportlern gelitten. Vor allen mit denen, die sich vielleicht gedacht hatten, nach diesen Spielen aufzuhören, oder die sich bereits qualifiziert hatten. Das ist ja dann alles hinfällig und ein sportliches Jahr ist verloren.

Wir arbeiten aktuell an Lösungen, um die Auszeichnung „Sportler des Jahres“ am 20. Dezember in Baden-Baden durchzuführen. Funktioniert eine Wahl mit weniger „Kandidaten“, zumindest ohne jene des Sommers? Oder kann man gerade in diesen Zeiten Zeichen für den deutschen Sport setzen?

Friedrich: Ich als fairer Sportler finde es einfach nur wahnsinnig schade, dass die Sommersportler keine Möglichkeiten hatten, sich dafür zu qualifizieren.

Haben Dich besondere Aktivitäten, Aktionen von Sportlern während der Krise beeindruckt?

Friedrich: Nahezu alle Sportler waren erfinderisch und haben gezeigt, wie Sie sich trotzdem fit halten. Besonders beeindruckt war ich vom Home-Triathlon
Jan Frodenos.

Statt Übersee eine Saison mit der WM vor der Haustüre. Ist das schonmal eine besondere Vision oder denkt ihr im Moment vor allem kurzfristig?

Friedrich: Hauptsächlich denkt man aktuell kurzfristig. Jetzt haben wir erstmal die drei harten Test-Wochen vor uns das ist die stressigste und härteste Zeit im ganzen Jahr. Danach geht es hoffentlich mit neuem Wissen im Gepäck nach Sigulda. Diese Bahn ist auch sehr speziell und verlangt vieles von uns ab. Alles andere liegt noch in weiter Ferne. Wichtig wäre, dass wir diese Saison alle nach Peking kommen und die Möglichkeit bekommen, die neue Bahn zu testen und sich für die Spiele 2022 zu qualifizieren. Da dort im vorolympischen Winter ein internationales Rennen stattfinden muss.

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Fairplay in der Oberliga

Die Stuttgarter Kickers spielen in der württembergischen Oberliga und setzten mit Trainer Ramon Gehrmann am vergangenen Wochenende ein vorbildliches Zeichen. Der Trainer, hauptberuflich Gymnasiallehrer an einer Eliteschule des Sports, ordnete nach einer missverständlichen Situation ein Eigentor gegen den FC Nöttingen an. Am Ende gewann der frühere Bundesligist mit 4:1 im heimischen GAZi-Stadion.

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Magdeburger Box-Coup

Boxen in Corona-Zeiten. Ja endlich wieder. Und wie. Zumindest aus dem Blickwinkel des unerwarteten neuen Weltmeisters Robin Krasniqi. Der 33-Jährige schickte den haushohen Favoriten Dominic Bösel in den Ringstaub. Vor 2000 Zuschauern im Magdeburger Fußballstadion kürte sich der Wahl-Augsburger bereits in der dritten Runde zur Nr. 1 im Halbschwergewicht. Es sei der größte Tag seines Lebens gewesen, so Krasniqi, der zunächst nur als Ersatzkämpfer vorgesehen war.

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Pariser Tennistraum

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