Berlin: EM der Superlative

In Berlin laufen sich die Fans und Organisatoren für die Leichtathletik-Europameisterschaften (7. Bis 12. August) schon richtig heiß. Kommunikations-Direktor Claus Frömming lässt als ehemaliger Sportjournalist alle seine Drähte glühen, um das „Festival der Bizeps“ in Deutschlands Hauptstadt im Gespräch zu halten. Seit Tagen kündet der 50 m hohe umhüllte Glockenturm an der Gedächtniskirche von dem Großereignis. Am Breitscheidplatz werden am 6. August die EM und die Europäische Meile eröffnet. Dort starten auch die Marathonläufe. Eine blaue Tartanbahn schlängelt sich dann zwischen Tauentzien und Zoo-Palast. Überall in der Stadt weisen große bunte Plakate auf die bevorstehende Show der Spikes hin. Leichtathleten und Organisatoren präsentieren sich konsequent in den Medien und machen auf das große Sportereignis mit 1600 Athleten und Athletinnen aus ganz Europa aufmerksam.

In der U-Bahn laufen Videos über das Olympiastadion. Diese Fünf-Sterne-Arena mit ihrer bewegten Geschichte wäre ja selbst dann ein Besuch wert, wenn auf der Rasenmitte nur ein Schaukelpferd aufgestellt würde... Es gibt im und unter dem Stadion unheimlich viel zu sehen. Die Reisebusse reihen sich schon in der Schlange auf dem olympischen Platz ein. „Das Stadion ist voll mit Hightec ausgerüstet“, verrät Frömming. Auf der blauen Bahn rannte Usain Bolt immerhin über 100 und 200 m Weltrekorde. Die 9,58 Sekunden resp. 19,19 Sekunden stehen bis heute unangefochten wie ein Fels in der Brandung.

Über 250 000 Tickets fanden bisher Abnehmer. Mit 300 000 verkauften Karten rechnet Hans-Georg Felder, PR-Manager der Leichtathletik-EM. Nach den Sprints, Läufen und Würfen geht die Show weiter: ab 22 Uhr am Breitscheidplatz mit der „Golden Hour“ weiter. Die Topathleten erhalten dort bei Livemusik und vor interessanten Gästen ihre Medaille. „Wir fahren Sie mit dem Zug zur blauen Bahn“, lautet ein EM-Slogan der Deutschen Bahn. Die DB-Manager bieten Fahrten zu günstigen Preisen in die Leichtathletik-Metropole an. In der freien Zeit zwischen den Wettkämpfen muss sich der Fan auch nicht langweilen. Der Zoo und Tierpark, die Grusel-Show „Berlin Dungoff“, der „Aqua Dom“ und viele andere Veranstalter locken mit besonderen EM-Angeboten. Wer ein bisschen tiefer die Taschen greifen möchte kann hautnah dabei sein. Der EM-Club im Hotel „Interconti“ an der Budapester Straße öffnet diesmal nicht nur für Athleten, Trainer und Offizielle, auch Fans dürfen für 165,- Euro mit den Medaillengewinnern bei einem attraktiven Dinner jubeln.

Den jüngsten Deal meldete jetzt Frank Kowalski, Geschäftsführer der Berlin EM 2018 GmbH: 42 internationale TV-Stationen werden aus Berlin berichten. „Rekord für eine EM.“ Und sportlich dienen die Titelkämpfe als Plattform für die größte EM-Delegation des DLV. Finden sich unter den 128 Aktiven, u.a. dem dreimaligen „Sportler des Jahres“ Robert Harting, auch Anwärter für die Auszeichnung der Sportjournalisten? Am 16. Dezember trifft sich die Elite wieder in Baden-Baden.

Bild: Picture Alliance

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