Sportler des Jahres 2020: Halbzeit auf dem Weg nach Baden-Baden

Sportliche Fix-Daten aber - das lehrten die vergangenen Monate - sind nur unter den jeweils aktuellen Regularien zu stemmen. Doch aktuell nimmt der Sport Anläufe zur neuen Normalität. Siehe Galoppsport, Fußball, Basketball, demnächst bittet die Leichtathletik zur DM. Ab August sollen die Räder wieder rollen. Die Ruder-EM ist auf Oktober terminiert.

Entsprechend laufen die Vorbereitungen, um sich den Gegebenheiten anzupassen. Flexibilität ist gefragt. Die örtlichen Ausrichter, der TV-Partner, Verbände, Sportler und Sponsoren entwickeln Ideen für den 20-12-2020. Vielleicht entsteht daraus ein ungewöhnliches Mosaik, eine Gala der anderen Art.  

In zahlreichen Umfragen äußerten sich Macher und Sportler zur Gestaltung des SdJ. Fast unisono die Aussage, „dass sich geeignete Kandidaten finden lassen“, so DLV-Präsident Jürgen Kessing. Der oberste Kanute, Thomas Konietzko, glaubt „an die Chance, in der Krise zu verdeutlichen, dass der Sport nicht nur auf sportliche Höchstleistungen reduziert werden soll.“ Das ist auch der Ansatz des übertragenden Senders. „Die Wahl wird durch andere Faktoren als üblich bestimmt: durch Chrisma, soziales Engagement, kreativen Umgang mit der Krise“, sagt Peter Leissl, verantwortlicher Redakteur beim ZDF.

Ruder-Weltmeister Oliver Zeidler, der demnächst Richtung Tokio aufgebrochen wäre, wünscht sich, „dass die Gala mit all den tollen Menschen stattfinden darf.“ Nora Waggershauser, Geschäftsführerin der Baden-Baden Event GmbH, gibt nicht nur dem Ruder-Recken Zuversicht. „Ich bin mir sicher, dass die Gala im Dezember im Kurhaus wieder eine Leuchtturm-Veranstaltung sein wird.“ Jens Zimmermann kennt die Auszeichnung seit Jahren als Manager und Co-Moderator. Für ihn wäre es „ein extrem wichtiges Zeichen, auch 2020 eine Sportlerin, einen Sportler und eine Mannschaft zu küren. Die Wintersaison wurde beispielsweise fast komplett absolviert, für diese Sportarten wäre es extrem schade, wenn man einfach sagen würde, 2020 ist kein vollständiges Jahr, das ehren wir nicht. Außerdem wird auch 2020 noch einiges passieren, daran glaube ich und das hoffe ich.“

Die 74. Abstimmung unter den deutschen Sportjournalisten wird auch die Ergebnisse der „late season“ mit spät im Jahr angesetzten internationalen Events (Giro, Turn-EM) berücksichtigen. Das gilt auch für die Auszeichnung „Vorbilder im Sport“ des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes, 2020 besonders im Fokus.

Die Organisatoren im Hintergrund erleben ein ungewohntes Prozedere. Statt „Warten“ auf prämierungswürdige Leistungen gilt es jetzt, nonstop Konzepte und Regularien nach zu justieren.  

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