Sportler des Jahres - Artikel nach Datum gefiltert: Dezember 2017

Premiere beim Sportler des Jahres

„Newcomer des Jahres“ Jacqueline Lölling

Premieren-Jahr für Jacqueline Lölling: Erstmals gewann die 22-jährige Skeletoni im Januar ein Weltcup-Rennen und wurde Europameisterin, im Februar wurde sie jüngste Weltmeisterin aller Zeiten und im Dezember erhielt sie im Rahmen der Gala „Sportler des Jahres“ im Kurhaus Baden-Baden die zum ersten Mal vergebene Auszeichnung „Newcomer des Jahres“, gestiftet von „Die Sieger-Chance“, einer Zusatzlotterie der GlücksSpirale.

„Das ist der Wahnsinn“, lautete ihr Kommentar auf der Bühne des Bénazetsaales, ich bin restlos überrascht.“ Die Athletin der RSG Hochsauerland freute sich auch über das Preisgeld – jeweils 8.000 Euro für sie selbst und ihren Verein. „Das ist für meine Sportart, die nicht auf Rosen gebettet ist, eine ungewöhnlich gute Unterstützung!“

Die beiden Schecks erhielt die „Newcomerin 2017“ aus der Hand von Friederike Sturm, der Präsidentin von LOTTO Bayern und Federführerin der GlücksSpirale im Deutschen Lotto- und Totoblock: „Jung, schnell und erfolgreich – ich freue mich, dass es mit Jacqueline Lölling eine Athletin gibt, die diese drei Attribute verkörpert und deshalb unseren Preis für ihre Leistungen im Jahr 2017 verdient hat."

Nach dem Finale der Skeleton-WM im Februar in Königssee hatte Jacqueline Lölling entgeistert und ungläubig reagiert, als sie erfuhr, dass sie als jüngste Weltmeisterin in die Skeleton-Annalen eingegangen sei. „Was, wirklich die jüngste? Das ist ja total cool!“, stammelte sie. Als amtierende Europameisterin wollte sie bei der Heim-WM zwar eine Medaille holen, dass es aber Gold und der Titel werden würde, kam für sie völlig unerwartet. Und dann noch mit dem Superlativ „jüngste Weltmeisterin ever“ – das war emotional fast zu viel für die Angestellte der Sportfördergruppe bei der Bundespolizei. Zwei Tage vor der Gala in Baden-Baden gewann Jacqueline Lölling als Titelverteidigerin bei der Europameisterschaft in Innsbruck-Igls die Silbermedaille.

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Punkteliste Mannschaften 2017

1. Beach-Volleyball Frauen 2140
2. Deutschland-Achter 1668
3. Die Nordisch Kombinierer 1472
4. Volleyball-Nationalmannschaft 1337
5. DFB-Team Herren 1040
6. Biathlon-Frauen-Staffel 4 × 6 km 880
7. Tischtennis-Team Herren 601
8. RB Leipzig 580
9. Dressur-Equipe 354
10. Skisprung-Mixed-Team 252
11. Leichathletik-Team 215
12. 4 × 100 m-Para-Leichtathletik Staffel 182
13. Mixed-Staffel Biathlon 176
14. Eggert/Benecken Rodeln 172
15. Teamstaffel Rodeln 98
16. Faustball-Frauen 77
17. Bobteam Frauen 74
18. Vielseitigkeits-Reiter 71
19. Frauen-Staffel, Mod. Fünfkampf 68
20. Kajak-4 500 m 65

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Punkteliste Sportlerinnen 2017

1. Laura Dahlmeier (Biathlon) 3135
2. Pauline Schäfer (Turnen) 1786
3. Isabell Werth (Dressurreiten) 911
4. Kristina Vogel (Bahnradsport) 806
5. Gesa Felizitas Krause (Leichtathletik) 733
6. Carolin Schäfer (Leichathletik) 685
7. Carina Vogt (Skispringen) 665
8. Claudia Pechstein (Eisschnelllauf) 497
9. Tabea Alt (Turnen) 331
10. Anna Schaffelhuber (Para-Ski) 327
11. Tatjana Hüfner (Rodeln) 317
12. Pamela Dutkiewicz (Leichathletik) 262
13. Ingrid Klimke (Vielseitigkeit) 233
14. Franziska Hentke (Schwimmen) 204
15. Sabine Spitz (Mountainbike) 136
16. Jacqueline Lölling (Skeleton) 130
17. Miriam Welte (Bahnradsport) 119
18. Anja Wicker (Para-Biathlon) 116
19. Kristina Heigenhauser (Bogenschießen) 108
20. Andrea Eskau (Para-Sport) 83

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Punkteliste Sportler 2017

1. Johannes Rydzek (Nord. Kombination) 1782
2. Patrick Lange (Triathlon) 1323
3. Johannes Vetter (Leichtathletik) 1093
4. Alexander Zverev (Tennis) 1050
5. Marcel Kittel (Straßenrad) 709
6. Eric Frenzel (Nord. Kombination) 696
7. Felix Neureuther (Ski Alpin) 650
8. Sebastian Brendel (Kanurennsport) 615
9. Philip Köster (Windsurfen) 489
10. Simon Schempp (Biathlon) 408
11. Rico Freimuth (Leichtathletik) 379
12. Andreas Wellinger (Skispringen) 335
13. Frank Stäbler (Ringen gr.-röm.) 283
14. Francesco Friedrich (Bob) 237
15. Sebastian Vettel (Formel 1) 189
16. Benedikt Doll (Biathlon) 173
17. Sebastian Kienle (Triathlon) 154
18. Max Hartung (Säbelfechten) 141
19. Patrick Hausding (Wasserspringen) 133
20. Niko Kappel (Para-LA) 119

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„Das Jahr war einfach Bombe“

  • Publiziert in Sdj News

Als die letzten Gäste am frühen Morgen das Kurhaus in Baden-Baden verließen, war es noch grün an der Oos. Ein paar Stunden später erwachte Deutschlands Sportelite bei Schneefall. Der Winter hatte Einzug gehalten im Rheintal und das war auch irgendwie ein Symbol für die Sportlerwahl 2017, die mit Ausnahme bei der Mannschaft des Jahres Athleten oben sah, die auf Schnee ihre Erfolge feierten. Laura Dahlmeier, die Ausnahme-Biathletin, kam im modisch feschen Dirndl und kunstvoll arrangiertem Haar auf die Bühne, obwohl die 24-Jährige noch ein paar Stunden vorher in den französischen Alpen in Le-Grand-Bornand erfolgreiche Tage mit Rang drei im Massenstart am Ende abgeschlossen hatte. Dann ab im Flieger nach Baden-Baden mit der Erkenntnis im Gepäck. „Wenn es läuft, dann läuft‘s“. Wohl wahr, sechs Starts bei der Biathlon-WM Anfang des Jahres in Hochfilzen, sechs Medaillen, davon fünf Goldene. So erklomm die Frau, die auch mal in den Anden auf 6000 Meter hohe Berge steigt, den Gipfel der Sportlerwahl. Und das getreu ihrem Motto: Sorge dich nicht, lebe, oder wie man bei ihr zu Hause in Oberbayern im O-Ton-Süd sagt. „Scheiß di nix, dann fehlt dir nix.“
So ist es, der Biathlon-Star kam bei der Wahl von 3000 Sportjournalisten vor Turn-Weltmeisterin Pauline Schäfer und Isabell Werth, der Grand Dame im Dressursport, ins Ziel und attestierte am Festabend, „schwere Beine und Freude auf Weihnachten.“ Die Müdigkeit wich aber in der Wohlfühl-Atmosphäre bei der Gala rasch. „Es ist eine große Ehre für mich, hier oben zu stehen“, sagte sie – und die goldene Statue in ihrer Hand war vielleicht auch schon ein Zeichen für die Olympischen Spiele im Februar in Südkorea.
Da will auch Johannes Rydzek hin, der Sportler des Jahres 2017. Der Nordische Kombinierer mit dem breiten Lachen und der modischen Fliege zum dezent schwarzen Jackett strahlte so entspannt, wie es  ihm nach seinen vielen Siegen vor Erschöpfung meist erst nach ein paar Minuten gelang. Im finnischen Lahti konnte er das bei der WM aber gleich viermal. Zwei Einzeltitel, zwei Mannschafterfolge, das hat vor ihm noch keiner geschafft und so war sein Wahlerfolg vor Ironman-Sieger Patrick Lange und Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter konsequent. Stramm auf Linie ist auch der Super-Kombinierer Rydzek, der schon einmal die Heini-Klopfer-Schanze in Oberstdorf gebremst von einem Gummiseil nach oben gerannt ist. Man gönnt sich ja sonst nichts. „Jetzt ist aber erst einmal Weihnachten mit der Familie, dann geht es weiter Richtung Olympia“, sagte der 26jährige Allgäuer, der „dankbar“ war gewonnen zu haben, angesichts der starken Konkurrenz.
Ein wenig Pause haben noch Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, die nach 2016 zum zweiten Mal nacheinander Mannschaft des Jahres wurden, was vor ihnen noch kein Team in der langen Geschichte der Journalistenwahl geschafft hat. Nach Olympiagold 2016 in Rio gab es 2017 in Wien einen umkämpften Final-Showdown bei der WM mit den beiden deutschen Beachgirls vorne. Ein harter Sport, der auch Tribut fordert. Kira Walkenhorst trug Krücken zum roten Kleid. Hüft-Op vor zehn Tagen, der achte Eingriff in ihrer  Karriere. „Ich weiß ja inzwischen, wie sich das anfühlt“, sagte die 27Jährige lachend – „und auch, dass es danach wieder weitergeht.“ Die Damen vom Strand haben jedenfalls noch nicht genug auch nicht vom Feiern in Baden-Baden. „Das Jahr war einfach Bombe“, sagte Laura Ludwig.
Und konnte danach unbeschwert feiern auf einer Gala, bei der es nichts zum Hadern gab. Es ging schon auf zwei Uhr am frühen Montagmorgen zu, als eine immer noch stattlich Zahl der etwa 750 Gäste im Badener-Badener Kurhaus am Feiern war. Gut sieben Stunden vorher hatte sich die heimische Sportelite mit edlem Essen und 1000 Gesprächen auf das Familienfest des deutschen Sports eingestimmt. Es gab es Tataki von Thunfischwürfel, Kalbsfilet und Pistazienschokolade gefüllt mit Frischkäsemousse und Hagebutte, später im Foyer Fingerfood vom Band, feine Weine, Bier oder lieber Espresso. Die Wahl zum Sportler des Jahres ist nun 71 Jahre alt, aber trotz des vornehmen Ambientes immer noch jung.
Die Gala lebt also und frisch verletzt hat sich am Ende auch keiner, obwohl man zu vorgerückter Stunde höllisch aufpassen musste, um nicht über die überall achtlos drapierten Stöckelschuhe zu stolpern, die so manche Athletin dann doch ausgezogen hatte, bevor sie das Tanzbein schwang. Im kommenden Jahr wird das „Wohlfühl-Fest des Deutschen Sport“ (Veranstalter Klaus Dobbratz)  zum 50. Mal in Baden-Baden über die Bühne des Kurhauses gehen. Ob es dann im Bénazet-Saal wieder nach Winter aussieht, könnte sich in einigen Wochen bei den Spielen in Pyeongchang zeigen. Gefeiert wird aber erneut an der Oos und das dann zum 72. Mal und zum 50. Mal in Baden-Baden.


 

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Grandioser Abschluss…

  • Publiziert in Sdj News

 …eines facettenreichen Jahres

1.300 Juroren, 700 geladene Gäste, vier Siegerinnen und Sieger in drei Kategorien, und ein von vielen Emotionen getragenes Publikum. Die 71. Auflage der Proklamation und Ehrung von Deutschlands „Sportlern des Jahres“ ist Geschichte.

Biathletin Laura Dahlmeier, der nordische Kombinierer Johannes Rydzek sowie das Beachvolleyball-Duo Laura Ludwig und Kira Walkenhorst haben 2017 das Rennen um die Gunst der deutschen Sportjournalistinnen und Sportjournalisten gemacht. Der Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport ging in diesem Jahr an die Leichtathletin Gesa Felicitas Krause. Die zum ersten Mal vergebene Auszeichnung „Newcomer des Jahres“, gestiftet von „Die Sieger-Chance“, einer Zusatzlotterie der Glücksspirale, wurde der Skeleton- Weltmeisterin Jacqueline Lölling überreicht.

Zum 20. Mal in Folge war das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) in diesem Jahr der Medienpartner der Internationalen Sportkorrespondenz (ISK), die die längst zum „Familienfest des deutschen Sports“ gewordene Gala seit dem Jahr 1946 ununterbrochen ausrichtet. Zum 49. Mal fand die Veranstaltung n Baden-Baden, dem „Tor zum Schwarzwald“, statt. Hier steht im nächsten Jahr also das nächste Jubiläum an.

Das Jahr 2017 war geprägt von vielen herausragenden, sportlichen Leistungen, von persönlichen Hochs und Tiefschlägen, von ganz besonderen, berührenden Geschichten aus der facettenreichen Welt des Sports. Knapp sechs Wochen vor dem Beginn der olympischen Spiele im südkoreanischen Pyeongchang war „der Sportler“ in diesem Jahr „Rausschmeißer 2017“ und „Türöffner 2018“ zugleich.

Freuen wir uns also schon heute auf Auflage Nummer 72 im nächsten Jahr. Erneut mit vielen Gesprächen, Wiedersehen und der „legendären langen Nacht im Schatten des Bénazetsaals…“

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Gewinner des Sparkassenpreises 2017

Gesa Krause. Die Leichtathletin Gesa Krause erhält den diesjährigen „Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport“. Der Preis wurde von Thomas Mang, Amtierender Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), im Rahmen der ZDF-Gala „Sportler des Jahres“ am 17. Dezember 2017 in Baden-Baden zum 26. Mal überreicht. Mit dem Preis ehrt die Sparkassen-Finanzgruppe Persönlichkeiten im Sport, die mit ihren Erfolgen, ihrer Fairness oder ihres charismatischen Auftretens jungen Sportlern ein Vorbild sind.

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Premiere beim Sportler des Jahres

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„Newcomer des Jahres“ Jacqueline Lölling

Premieren-Jahr für Jacqueline Lölling: Erstmals gewann die 22-jährige Skeletoni im Januar ein Weltcup-Rennen und wurde Europameisterin, im Februar wurde sie jüngste Weltmeisterin aller Zeiten und im Dezember erhielt sie im Rahmen der Gala „Sportler des Jahres“ im Kurhaus Baden-Baden die zum ersten Mal vergebene Auszeichnung „Newcomer des Jahres“, gestiftet von „Die Sieger-Chance“, einer Zusatzlotterie der GlücksSpirale.

„Das ist der Wahnsinn“, lautete ihr Kommentar auf der Bühne des Bénazetsaales, ich bin restlos überrascht.“ Die Athletin der RSG Hochsauerland freute sich auch über das Preisgeld – jeweils 8.000 Euro für sie selbst und ihren Verein. „Das ist für meine Sportart, die nicht auf Rosen gebettet ist, eine ungewöhnlich gute Unterstützung!“

Die beiden Schecks erhielt die „Newcomerin 2017“ aus der Hand von Friederike Sturm, der Präsidentin von LOTTO Bayern und Federführerin der GlücksSpirale im Deutschen Lotto- und Totoblock: „Jung, schnell und erfolgreich – ich freue mich, dass es mit Jacqueline Lölling eine Athletin gibt, die diese drei Attribute verkörpert und deshalb unseren Preis für ihre Leistungen im Jahr 2017 verdient hat."

Nach dem Finale der Skeleton-WM im Februar in Königssee hatte Jacqueline Lölling entgeistert und ungläubig reagiert, als sie erfuhr, dass sie als jüngste Weltmeisterin in die Skeleton-Annalen eingegangen sei. „Was, wirklich die jüngste? Das ist ja total cool!“, stammelte sie. Als amtierende Europameisterin wollte sie bei der Heim-WM zwar eine Medaille holen, dass es aber Gold und der Titel werden würde, kam für sie völlig unerwartet. Und dann noch mit dem Superlativ „jüngste Weltmeisterin ever“ – das war emotional fast zu viel für die Angestellte der Sportfördergruppe bei der Bundespolizei. Zwei Tage vor der Gala in Baden-Baden gewann Jacqueline Lölling als Titelverteidigerin bei der Europameisterschaft in Innsbruck-Igls die Silbermedaille.

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Pre-Party: Sportliches Stelldichein im Nobel-Hotel

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Rund 50 Sportler samt Begleitung sind der Einladung der ISK-Agentur zur traditionellen Pre-Party am Vorabend der Gala „Sportler des Jahres“ gefolgt. Erstmals fand die Einstimmung auf das Familienfest des Sports im neu errichteten Nobel-Hotel ROOMERS statt. „Wir wollten dieses Jahr ein bisschen Bambi-Feeling statt dem üblichen Vorabend-Programm“, erklärte Deborah Dobbratz im stilvoll eingedeckten Saal „Grand Room“. Die Tochter von ISK-Chef Klaus Dobbratz versprach den versammelten Athleten, darunter Niko Kappel, Johannes Vetter und Peter Joppich, im Hinblick auf die bevorstehende Gala „einen schönen Abend mit vielen Überraschungen“, ehe sie das reichhaltige Sportler-Buffet eröffnete. Veranstalter Klaus Dobbratz machte dem Publikum das Vorabend-Dinner mit „55 Goldmedaillen-Gewinner von Welt- und Europameisterschaften unter den geladenen Gästen“ der 71. Auflage schmackhaft. Kugelstoßer Niko Kappel gab den Ball gerne an den Veranstalter zurück. „Als Schwabe komme ich immer wieder gerne, denn hier ist alles umsonst“, sorgte der Paralympics-Sieger von Rio de Janeiro 2016 für den ersten Lacher des launigen Abends. Der sächsische Speerwerfer Johannes Vetter darf sich nach seinem Gewinn bei der diesjährigen Leichtathletik-WM Hoffnung auf eine Platzierung in Baden-Baden machen. „Für mich wäre es natürlich toll, wenn es mit dem Sportler des Jahres klappen würde“, gestand Vetter im zwanglosen Rahmen. „Ganz oben“ auf der Bühne des Bénazet-Saals im Kurhaus sieht sich der Schützling von Trainer Boris Obergföll dennoch nicht: „Die Konkurrenz ist riesengroß.“

Ehemalige Athleten wie Peter Joppich und Marika Kilius gaben sich ebenfalls die Ehre beim sportlichen Stelldichein. Der vierfache Einzel-Weltmeister im Florettfechten war zusammen mit seiner Frau Ina sowie dem 18 Monate alten Töchterchen Nova zur Pre-Party angereist, das mit seiner aufgeweckten Art für reichlich Stimmung im Saal sorgte. Kilius, ihres Zeichens Paarlauf-Weltmeisterin auf dem Eis, hatte ihre 14-jährige Enkelin Lilly an der Seite. „Für Baden-Baden lasse ich jeden anderen Termin sausen“, ließ Kilius verlauten, die dafür gar eine Einladung zu den Deutschen Eislaufmeisterschaften ausschlug. Die Sportlerin des Jahres 1959 ergänzte: „Das Kurhaus im vorweihnachtlichen Glanz will ich mir nicht entgehen lassen.“  

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Live-Stream: Schaulaufen auf dem Roten Teppich

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Nicht nur prominente Sportler, sondern auch zahlreiche Journalisten, Fotografen, Radioreporter und Fernseh-Leute geben sich am dritten Advent im Kurhaus Baden-Baden ein Stelldichein. Über 100 Medienschaffende sind für das Event akkreditiert, allein rund 25 Fotografen stehen am Roten Teppich, um das Defilée der Promis im Bild festzuhalten.

Die Liste der Schreibenden reicht von den Tageszeitungen der Region (Badisches Tagblatt, Badische Neueste Nachrichten) über die bundesweiten Zeitungen (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Welt, Süddeutsche, BILD) bis hin zu den Magazinen Der Spiegel, Sport Bild und Bunte. Auch Agenturen wie die Deutsche Presse-Agentur und der Sportinformationsdienst sind vor Ort. Mit dem Mikro auf Stimmenfang gehen die Radioreporter des Südwestrundfunks, des Hessischen, des Norddeutschen und des Saarländischen Rundfunks, von Radio Regenbogen über Hitradio Ohr bis zum Rheinland-Pfalz-Radio. Außer dem Medienpartner ZDF, der die Gala um 22 Uhr überträgt, sind „Bewegt-Bild-Übermittler“ von ARD, SWR, HR, SR, Deutsche Welle, RTL, SID TV, ntv und Sky angemeldet.

Ebenfalls angekündigt haben sich Christian Klaue, der Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für die deutschsprachigen Länder, die Ressortleiterin Medien- und Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), Ulrike Spitz, und der Mediendirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Peter Schmitt.

Erstmals wird das Schaulaufen auf dem Roten Teppich inklusive Kommentierung im Live-Stream zu sehen sein: Unter https://www.facebook.com/sportlerdesjahres2017 überträgt der Badener Andreas Kazdepka mit seinem Kamerateam das prominente Treiben am Sonntag ab 17.30 Uhr in Echtzeit. „Keiner ist so schnell wie wir“, sagt Kazdepka über die Streaming-Technik. Damit alles reibungslos funktioniert, hat er einen eigenen festen Internetanschluss im Kurhaus verlegt. „Somit werden die Sportler in Abendgarderobe für jedermann zugänglich, ohne dass die Leute nach Baden-Baden fahren müssen“, verspricht der erfahrene Filmemacher. Unterstützt wird Kazdepka von Timon Saatmann, der zusammen mit einem Sport-Redakteur das Geschehen moderieren wird. Vier Stunden später sind die beiden Kamerateams erneut auf Sendung: Ab 23.15 Uhr wird die exklusive Pressekonferenz unter https://www.facebook.com/sportlerdesjahres2017 live gestreamt.  

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