Sportler des Jahres - Mai 2020

DTB: Planungen für den Herbst

Kunstturnen in Corona-Zeiten – das ist ein gefühlter Alptraum. Weder normales Training in den Hallen noch Wettkämpfe. „Umso mehr wünsche ich mir, dass der Sport nach der Krise die Menschen wieder begeistern und in ihren Bann ziehen kann“, blickt DTB-Präsident Dr. Alfons Hölzl nach vorne. Für den 51-Jährigen wichtig, dass sein Verband, der zweitgrößte in Deutschland, die Digitalisierung beschleunigen und etablieren konnte.

Wie hat sich der Verband durch die Corona-Krise verändert? Gibt es Erfahrungen, die man aus den Entwicklungen und Erlebnissen nutzen kann?
Dr. Hölzl: Die Corona-Krise ist eine Herausforderung, die wir bisher recht gut gemeistert haben. Der DTB hatte bereits im Vorfeld die Digitalisierung als eines der wichtigsten strategischen Ziele deklariert und entsprechend gehandelt. Dies kam uns nun im Zuge der Umstellung der Arbeitsweisen sehr zugute. Die Mitarbeitenden arbeiten weitestgehend problemlos und effektiv mobil von Zuhause. Gremiensitzungen und Tagungen werden selbstverständlich online abgehalten. Nun arbeiten wir daran, Bildungsangebote und auch Bewegungsangebote oder Wettkampfformate in neuer digitaler Form in unserem Verband zu etablieren. Die Krise hat diese vorhandene Entwicklung im DTB deutlich beschleunigt.
Bleiben alle Kader-Athlet*innen, die von der Olympia-Verschiebung betroffen sind, bei der Stange?
Dr. Hölzl:  Bisher sind keinerlei Ausstiege von Athletinnen oder Athleten mitgeteilt worden. Sicherlich bedeutet dies für den ein oder anderen, dass die Karriere nun um ein Jahr verlängert wird.
Fix ist, dass die Wahl „Sportler des Jahres“ unter den Sportjournalisten auch 2020 durchgeführt wird. Auch wenn das Sportjahr Anfang März abrupt endete, glauben Sie dennoch, dass sich „geeignete“ Anwärter auf die Titel finden werden?
Dr. Hölzl: Natürlich lassen sich geeignet Kandidaten ermitteln, denn es wurden ja trotzdem bereits herausragende sportliche Leistungen erbracht oder werden noch im Laufe des Jahres erbracht.
Wird der Sport „danach“ womöglich generell ein anderer sein?
Dr. Hölzl: Man wird abwarten müssen, was die Zeit mit sich bringt. Ich persönlich wünsche mir sehr, dass der Sport aber auch die anderen gesellschaftlichen Bereiche nach der Krise wieder genauso die Menschen begeistern und in ihren Bann ziehen, wie bisher.
Nachdem der Fußball wieder rollt und die UCI einen prallvollen Rad-Herbst-Kalender präsentiert, die Frage ob Ihr Verband ebenso in Vorausplanungen für einen „heißen Herbst“ ist?
Dr. Hölzl: Natürlich haben wir Vorausplanungen, die nach der Sommerpause bzw. im Herbst anlaufen sollen, im Blick. Ob das damit ein „heißer Herbst“ wird, ist noch nicht abzuschätzen, aber wir hätten nichts dagegen.

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Schwimmer planen „Wassersport­festival“

„Wenn Lebensträume zu platzen drohen“, so beschreibt DSV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen (58) die Auswirkungen der Krise für deutschen Schwimmer. Gleichzeitig bestätigt er, „dass alle Athleten für Tokio 2021 an Bord bleiben.“ Für die aktuelle Saison aber sieht er „die Ziele davonlaufen.“ Deshalb arbeitet der Verband an der Ausrichtung eines „Wassersportfestivals“ im letzten Quartal des Jahres 2020. „Wir wollen alle Facetten unseres schönen Sports innerhalb einer Woche an einem repräsentativen Standort präsentieren“, so der Plan.

Wie hat sich der Verband durch die Corona-Krise verändert? Gibt es Erfahrungen, die man aus den Entwicklungen und Erlebnissen nutzen kann?
Thomas Kurschilgen: Zwei Aspekte sind mir wichtig. Erstens: Wir haben im März des Jahres eine Digitaloffensive mit unseren Landesverbänden, Gremien und hauptberuflichen Mitarbeitern gestartet und einen Leitfaden zur digitalen Kommunikation entwickelt. Dieses Instrument werden wir auch in Zukunft beibehalten: weniger Reisen, mehr Kommunikation und mehr Effizienz in einem großen Verband. Wir merken, wie die Menschen fasziniert sind von dem, was online alles möglich ist. Zweitens: Unser Verband und unsere Mitglieder haben sich in dieser schwierigen Zeit in besonderer Weise als solidarische Gemeinschaft verhalten und in einem dynamischen Prozess, bei dem täglich schwierige Entscheidungen anstehen, im Konsens gezeigt. Das sollte auch in Zukunft so bleiben.


Bleiben alle Kader-Athlet*innen, die von der Olympia-Verschiebung betroffen sind, bei der Stange? Thomas Kurschilgen: Wenn alle gewissenhaft erstellten Planungen und langjährigen Vorbereitungen plötzlich nichts mehr wert sind, ist das eine sehr schwierige Situation für Leistungssportler. Lebensträume drohen zu platzen. Umso bemerkenswerter, dass alle Athleten*innen an Bord bleiben. Das hat meinen großen Respekt und zeigt mentale Stärke.
Fix ist, dass die Wahl „Sportler des  Jahres“  unter  den  Sportjournalisten  auch  2020  durchgeführt wird. Auch wenn das  Sportjahr  Anfang  März  abrupt  endete,  glauben  Sie dennoch, dass sich „geeignete“ Anwärter auf die Titel finden werden?
Thomas Kurschilgen: Ich denke ein wenig mit Wehmut an die Wahl 2019  zurück.  Als  ehemaliger Leichtathlet hat mich die Wahl von Niklas Kaul und Malaika Mihambo mit ihren phantastischen Leistungen und würdige Vertreter des Spitzensports sehr gefreut. Als Verantwortlicher im DSV hätte ich mir gewünscht, dass das historische Ereignis, die beiden Weltmeistertitel von Florian Wellbrock über 1500m und im Freiwasser, ihm  den  Weg  aufs  Podium ermöglicht hätten. Die Wahl eines Sportlers des Jahres mit einem vermutlichen sehr kurzen Bewertungszeitraum von drei Monaten halte ich für kritisch.

Wird der Sport „danach“ womöglich generell ein anderer sein?
Thomas Kurschilgen: Der Verlauf der Coronavirus-Pandemie ist nicht abzusehen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Sport ein ganz anderer. Im Schwimmsport ist für viele Menschen noch kein Zugang zu den Sportstätten möglich. Im Leistungssport habe ich Bedenken, dass sich die Vorbereitungen auf einen internationalen Meisterschaftshöhepunkt so wie in den Jahren zuvor gestalten lassen. Insgesamt wird das Leben nach Corona ein anderes sein, wir werden die Globalisierung – auch im Sport– neu austarieren müssen. National als auch international ist mehr Solidarität und gemeinsames Denken gefordert.

Nachdem der Fußball wieder rollt und die UCI einen prallvollen Rad-Herbst-Kalender präsentiert, die Frage ob Ihr Verband ebenso in Vorausplanungen für einen „heißen Herbst“ ist?
Thomas Kurschilgen: Zunächst einmal gilt es nach wie vor angemessen sorgsam und verantwortlich mit der aktuellen Situation umzugehen. Dennoch: Sport ist ein sozial- integrativer Bereich, mit gemeinsamem Training, Lehrgängen, Trainingslagern und Wettkämpfen. Den Athleten laufen gerade ihre Ziele davon. Es ist daher wichtig, eine Zielperspektive zu erarbeiten. Wir werden in den nächsten Tagen mit unseren verantwortlichen Bundestrainern, den Abteilungen und unserer Agentur Rough Water& GmbH zusammenkommen, um ein Konzept eines Wassersportfestivals für das letzte Quartal des Jahres zu diskutieren. Wir wollen alle Facetten unserer schönen Sportart innerhalb einer Woche an einem repräsentativen Standort vereinigen und den Athleten*innen im Wettkampf und darüber hinaus die Möglichkeit bieten sich zu präsentieren.

Bild: picture alliance

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Leucht­turm-Veran­staltung mit Sportlern

Baden-Baden ist das „Zuhause“ der Gala Sportler des Jahres: im Kurort an der Oos erlebten die Gäste bemerkenswerte Auszeichnungen mit außergewöhnlichen Protagonisten. Das Datum für das diesjährige Treffen steht: 20. Dezember – die aktuelle Corona-Lage aber dürfte manche Anpassung erforderlich machen. Mit daran arbeitet die Baden-Baden Event GmbH, deren Geschäftsführerin Nora Waggershauser den Status Quo im Kurhaus erläutert und auf eine
„Leuchtturm-Veranstaltung mit Sportlern“ hofft.

Wie wurde Ihre Arbeit durch die Corona-Krise tangiert? Wie ist der Status Quo bei der Baden-Baden Events GmbH? Und welche Erfahrungen konnten Sie bisher aus den Entwicklungen und Erlebnissen ziehen?
Nora Waggershauser: Durch den COVID- 19 Virus mussten wir unsere geplanten kulturellen Veranstaltungen quasi von heute auf morgen absagen. Wir waren gerade mitten in unserem 3- tägigen Mr. M‘s Jazzfestival, als der sogenannte Shutdown einsetzte. Wir hatten einen wunderschönen Eröffnungsabend mit einer sehr besonderen Stimmung im Publikum. Es war fast so, als würden die Menschen schon spüren, was auf uns alle zukommt und genossen daher umso mehr dieses Konzert. Für den 2. Festivalabend haben wir uns dann sehr kurzfristig entschlossen, das Konzert ohne Publikum stattfinden zu lassen und einen Livestream zu ermöglichen. Es war eine besondere Erfahrung - unser erstes Geisterkonzert.
Dieser Abend war ein großer Erfolg. Er hat uns angetrieben, weitere kleine Livestreams aus dem Kurhaus anzubieten. Einige Wochen hatte unsere Veranstaltungslocation zunächst komplett geschlossen, aber seit drei Wochen dürfen wir unter strengen Auflagen dort mit wenigen Personen richtig tolle Abende in die Wohnzimmer nach Hause bringen.
Wir streamen Kabaretts, Konzerte aber auch ein Kinderprogramm unter dem Motto „kultur baden“. In Baden-Baden badet man eben nicht nur in den Thermen oder neuerdings im Wald – sondern auch in Kultur und das tolle Feedback motiviert uns und unsere Künstler. Wir erreichen so viele Menschen, welche sich daran erfreuen, auf diese Weise etwas Kultur zu erleben – das finde ich gerade in der Zeit der wenigen persönlichen Kontakte sehr wichtig.

Wie  sehen  Sie  im  Moment  die  Situation  im   Bezug   auf   Veranstaltungen   im   Kurhaus?
Nora Waggershauser: Auch wenn es noch sehr lange dauern wird, bis wir wieder Formate wie unsere hochkarätigen Tanzveranstaltungen und große Open-Airs durchführen können, so freuen wir uns mit der gesamten Branche über die sich derzeitig ergebenden Perspektiven und Lockerungen in den Verordnungen.
Wir sind weiterhin kreativ, arbeiten an Schutzkonzepten und freuen uns schon auf die ersten kleinen Live-Erlebnisse, welche hoffentlich bald wieder im Kurhaus stattfinden können.

Nach Absprache mit den wichtigsten Partnern sollen Wahl und Auszeichnung „Sportler des Jahres“ am 20. Dezember in Baden-Baden stattfinden. Wahrscheinlich mit geänderten Rahmenbedingungen. Blicken Sie als Ausrichter bitte einmal nach vorne.
Nora Waggershauser: Wir sind sofort dabei und unsere volle Unterstützung ist dieser Veranstaltung mit und für die Sportler sicher. Auf jeden Fall wird es andere Konzepte benötigen – jedoch werden solche Abende nach dieser langen sozialen Abstinenz umso wichtiger. Der Sport und somit die Sportler selbst werden sicher mit anderen Rahmenbedingungen gut zurechtkommen, sie sind erprobt und kennen bestens „das immer weiter machen“ auch unter veränderten Bedingungen. Wir sind uns sicher, dass die „Sportler des Jahres“-Gala in Baden-Baden im Dezember wieder eine Leuchtturm- Veranstaltung sein wird – wir sind stolz darauf, daran mitarbeiten zu dürfen.

Ob der Sport „danach“ womöglich generell ein anderer ist, wird man sehen – aber wie sehen Sie die Zukunft für den Bereich Konzerte/Kongresse/Messen?
Nora Waggershauser: Die Digitalisierung hat nun nochmals volle Fahrt aufgenommen und katapultiert uns hin zu Homeoffice-Lösungen und Videokonferenzen. Es wird über Hybrid-Veranstaltungen   diskutiert   bis   hin   zu   komplett    digitalen    Kongressen.  Wir sind uns bewusst, dass dies auch ein Stück weit so bleiben wird, da diese Lösungen sehr gut funktionieren.
Baden-Baden ist jedoch ein Ort, wo ein Zusammenkommen hoch attraktiv ist – wir haben also beste Voraussetzungen, dass dies künftig auch wieder so sein wird. Die Sehnsucht nach dem guten Leben in unserer einzigartigen Stadt ist groß – und diese kann man nur physisch erleben. Dass sie der Gesundheit weiterhin guttut, ist die ideale Ergänzung.

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Ruder-Champion Zeidler: Fußballstart ist falsch

Im Dezember wurde Oliver Zeidler von einem Gremium aus aktiven und ehemaligen Top-Sportlern zum „Newcomer des Jahres“ gewählt. Eine Anerkennung für sein historisches Gold-Rennen im Einer bei der Weltmeisterschaft. Der ehemalige Schwimmer, der erst vor drei Jahren ins Ruderboot stieg, war bereit für die Olympischen Spiele in Tokio - und knackt nun im Keller auf dem Ruder- Ergometer Weltrekorde. Klare Worte findet der 23-Jährige zum Re-Start der Fußball-Bundesliga („das ist ohne Wenn und Aber falsch“). Für seinen Sport hofft er auf den Herbst.

Der Weltmeister und „Newcomer des Jahres“ schien auf der absoluten Überholspur. Was war  Dein allererster Reflex, als Tokio final abgesagt wurde?
Oliver Zeidler (Olli): Ich saß zu dem Zeitpunkt beim Mittagessen und in meiner Hosentasche hat das Handy nicht mehr aufgehört zu vibrieren, wegen der  ganzen  Nachrichten  „Hast  du  es  schon mitbekommen?“ „Wie geht’s  dir  damit?“  „Tokio  ist  verschoben“  …  Als  ich  das  dann  auf dem Bildschirm gesehen habe, war ich erstmal geschockt, da  ich nicht erwartet hatte, dass  die Spiele tatsächlich innerhalb weniger Tage verschoben  werden.  Vor  allem,  da  das  IOC  zuvor noch überzeugt kommuniziert hatte, dass die Spiele wie geplant stattfinden. Ich bin erstmal in ein kleines Loch gefallen, da mein Traum gerade geplatzt war.
Beschreibe bitte die Zeitspanne von diesem Tag X bis zur Rückkehr ins einigermaßen normale Training. Hattest Du z.B. einen eigenen Fitnessraum zuhause?
Olli: Als die Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten sind und Olympia noch nicht verschoben war, habe ich erstmal viel Zeit investiert, um Mails an die Verwaltungen und Regierung zu schreiben. Schließlich bin ich in meinem Einer ja weit genug weg von anderen Personen, betätige mich sportlich an der Luft und bin durch meinen Vater als Trainer auch nur mit Personen aus dem eigenen Haushalt in Kontakt. Durch diese Argumentationspunkte, die alle samt offiziell erlaubt  sind, bekam ich auch wenige Tagen danach eine Sondergenehmigung und konnte mein Training im Boot fortsetzten. Lediglich der Kraftraum war bis zum 11.05.2020 gesperrt. Daher habe ich mir alle Hantelscheiben zuhause zusammengesucht und mit vielen Wiederholungen ein bisschen
im Garten Kraft trainiert, was natürlich deutlich weniger professionell und effektiv als im Gym war.
Wie funktioniert das Training im Moment – was ist nicht möglich?
Olli: Wie bereits beschreiben war ich da sehr zielstrebig bei der Suche nach Lösungen und konnte letztlich mein Training relativ normal fortsetzten. Was mir wirklich fehlt, sind die Regatten, das Kräftemessen mit anderen…

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Alle Olympia-Kanuten bleiben im Boot

Kaum ein Verband beschert dem deutschen Sport regelmäßig so viele Erfolgserlebnisse wie die Kanuten. In Tokio hätte sich der Medaillensegen fortsetzen können. Nun sitzen die Paddler förmlich auf dem Trockenen. DKV-Chef Thomas Konietzko (56), gleichzeitig internationaler Vizepräsident, berichtet über nationale und internationale Überlegungen für einen Re-Start – und dass alle deutschen Asse bis 2021 im Boot bleiben.
    
Wie hat sich der Verband durch die Corona-Krise verändert? Gibt es Erfahrungen die man aus den Entwicklungen und Erlebnissen nutzen kann?
Der Deutsche Kanu-Verband hat sich auch in der Krise nicht verändert. Unseren Mitgliedern, vor allem im Freizeitbereich aber auch im olympischen und nichtolympischen Leistungssport, ist allerdings bewusst geworden was uns fehlt, wenn wir unseren Sport nicht wie gewohnt ausüben können. Dinge und Abläufe, die bisher normal waren, wie das tägliche Paddeln auf dem Wasser, waren auf einmal nicht mehr möglich und zeigten vielen Paddlern schmerzhaft auf, wie wichtig dieser Bereich der Freizeitgestaltung eigentlich für das tägliche Leben war. Kanute ist man, egal ob im Freizeitsport oder im Leistungssport, mit Leidenschaft und es fehlt etwas im Leben, wenn man plötzlich seiner Leidenschaft nicht mehr nachgehen kann. Im Ergebnis des Lockdowns wurde noch nie so viel miteinander telefoniert und gesprochen, Erfahrungen ausgetauscht und über Möglichkeiten der Wiederaufnahme des Sports diskutiert und die Bindungen unserer Mitglieder an den Verband sind deutlich enger geworden.

Bleiben alle Kader-Athlet*innen, die von der Olympia-Verschiebung betroffen sind, bei der Stange?
Alle unserer Kaderathleten waren auf die nationale Qualifikation für die Olympischen Spiele fixiert. Es fehlte auf einmal das Ziel und die Motivation weiterzumachen und Lebenspläne kamen komplett durcheinander. Die größte Herausforderung für die Führung des DKV war es deshalb, die Sportler zu motivieren weiterzumachen, zu verdeutlichen, dass sich das große Ziel Olympia nur um zwölf Monate verschoben hat und darin auch eine Chance besteht, dass Newcomer die Etablierten noch angreifen und ihnen Olympiaplätze streitig machen können. Und dass die Etablierten die zusätzliche Zeit nutzen können, um in noch besserer Form 2021 in Tokio an den Start zu gehen.
Dies ist uns als Verband gelungen und alle Sportler unseres Verbandes wollen auf jeden Fall bis 2021 weitermachen. Dabei waren viele Probleme zu lösen. Einige hatten bereits einen Arbeitsvertrag für die Zeit nach den Spielen 2020 unterschrieben, wollten ihr Studium abschließen oder eine Familie gründen. Am Ende konnten wir als Verband helfen, die persönlichen Probleme zu lösen, waren wir der erste Verband, der an diesem Montag mit einer zentralen Maßnahme in Kienbaum bis auf wenige Ausnahmen mit dem erweiterten Olympiateam das Training wieder aufgenommen hat.
Wir werden uns dafür einsetzen, dass sowohl der Kaderstatus wie auch die Unterstützung durch die Sporthilfe auf der Basis des Jahres 2020 auch für 2021 unverändert fortgeführt wird.

Fix ist, dass die Wahl „Sportler des Jahres“ unter den Sportjournalisten auch 2020 durchgeführt wird. Glauben Sie, dass sich - trotz des vorerst abrupten Endes des Sportjahres - „geeignete“ Anwärter auf die Titel finden werden?
Vielleicht gibt uns diese Krise die Chance zu verdeutlichen, dass Sport nicht nur auf sportliche Höchstleistungen reduziert werden soll, sondern viel mehr ist und im Verborgenen viele ebenso zu würdigenden Aktivitäten stattfinden, die nie im Fokus der Öffentlichkeit waren. Es gibt in unseren Verband Freizeitpaddler die täglich paddeln und ihre Kilometer registrieren und mehrmals den Globus umrundet haben oder nichtolympische Sportarten wie z.B. Kanupolo, die seit Jahren trotz starker Konkurrenz die Weltspitze beherrschen. Vielleicht kann man auch die, die als Übungsleiter in Vereinen oder Stützpunkten die Grundlagen für die Erfolge legen, in den Fokus rücken.

Nachdem der Fußball nun wieder rollen darf und der Weltradsportverband UCI einen prallvollen Rad-Herbst-Kalender präsentiert, die Frage, ob Ihr Verband ebenso in Vorausplanungen für einen „heißen Herbst“ ist?
Leider ist im Moment alles unberechenbar. Wir planen auf internationaler Ebene jede Woche neu und müssen dann doch wieder verschieben oder absagen. Als Vizepräsident des Weltverbandes und Verantwortlicher für den olympischen Sprint erhalte ich viele Anrufe und Emails von Athleten aus aller Welt, die sich dringend einen Wettbewerb noch 2020 wünschen. Wir haben allerdings drei Kriterien als Voraussetzung für einen Wettkampf im Jahr 2020 festgelegt. Es müssen für die Mehrheit der Länder die Reisebeschränkungen aufgehoben werden und die Mehrheit der Länder auf allen fünf Kontinenten müssen die Möglichkeit haben, teilzunehmen. Die Mehrheit der Athleten vorher die Möglichkeit haben, sich ausreichend gut vorzubereiten und als drittes Kriterium müssen für alle Kontinente die Preise für Tickets erschwinglich sein. Sollten diese Kriterien erfüllt werden, planen wir Ende September eine Weltmeisterschaft in den nichtolympischen Disziplinen und einen Weltcup im Kanu Sprint in den olympischen Disziplinen in Ungarn durchzuführen.
Sollten diese Kriterien nicht erfüllt werden, planen wir aber auf jeden Fall einen internationalen Wettkampf für die Länder, die wieder uneingeschränkt reisen können.
Wir haben im Kanu Slalom ebenfalls noch für September und Oktober Weltcups in Pau/Frankreich und Prag/Tschechien und die Weltmeisterschaft im Extreme Slalom in Markleeberg/Deutschland geplant. Mitte Juni wollen wir final über die Durchführung der Wettkämpfe im September und Ende Juni über die Durchführung der Wettkämpfe im Oktober entscheiden.
Auf nationaler Ebene haben wir uns vorgenommen, in den meisten Disziplinen Deutsche Meisterschaften ab September abzuhalten. Grundlage dafür sind die Handlungs-und Hygienerichtlinien unseres Verbandes. Und: die Titelkämpfe werden komplett anders aussehen als gewohnt. Hatten wir im Kanu-Sprint bisher eine gemeinsame Meisterschaft in allen Bootsklassen mit mehr als 1000 Teilnehmern, so planen wir jetzt, eine reduzierte Meisterschaft nur in Einerbooten an nur einem Tag für jeweils eine Altersklasse durchzuführen, um die Hygiene- Regeln einzuhalten.
Wir hoffen aber noch, dass uns die Politik bis September mehr Spielraum gibt und vielleicht die eine oder andere Lockerung es möglich macht, Veranstaltungen für eine größere Anzahl von Sportlern zu organisieren.

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DLV-Präsident: Hoffnung auf Late Season

Im Dezember 2019 sorgten Malaika Mihambo und Niklas Kaul für einen Doppelsieg bei der Wahl „Sportler des Jahres“. Und DLV-Präsident Jürgen Kessing empfing in Baden-Baden nicht Enden wollende Zustimmung. Seither steht die sportliche Welt auf dem Kopf: die beiden Protagnisten können sich in Tokio nicht vergolden lassen – aber der oberste Leichtathlet äußert erste Hoffnungen auf eine „Late Season. Denn unsere Sportler wollen endlich wieder Wettkämpfe bestreiten.“

Wie hat sich der Verband durch die Corona-Krise verändert? Gibt es Erfahrungen die man aus den Entwicklungen und Erlebnissen nutzen kann?
Jürgen Kessing: Durch die Corona-Krise mussten auch wir einige Dinge verändern. Die größte Veränderung ist, dass wir inzwischen die digitale Technik in ihrer ganzen Bandbreite nutzen, da die meisten Mitarbeiter/innen von zuhause im Mobile-Office arbeiten. Hinzu kommt, dass ein Großteil der Belegschaft der Geschäftsstelle in Darmstadt seit Anfang Mai Kurzarbeit hat. Das bedeutet: Es ist ein hoher  Abstimmungsprozess erforderlich, der uns aber bisher sehr gut gelingt.
Bleiben alle Kader-Athlet*innen, die von der Olympia-Verschiebung betroffen sind, bei der Stange?
Jürgen Kessing: Unsere sportliche Leitung mit Annett Stein und Dietmar  Chounard sowie die Bundestrainer haben sich zusammen mit den Athleten auf die besondere Situation eingestellt. Natürlich hoffen alle, die in diesem Jahr bei den Olympischen Spielen dabei sein wollten, dass sie 2021 nach Tokio fahren. Die Sportler setzen jetzt auf eine Late Season, denn sie wollen endlich wieder Wettkämpfe bestreiten.
Fix ist, dass die Wahl „Sportler des Jahres“ unter den Sportjournalisten auch 2020 durchgeführt wird. Auch wenn das Sportjahr Anfang März abrupt endete, glauben Sie dennoch, dass sich „geeignete“ Anwärter auf die Titel finden werden?
Jürgen Kessing: Es ist schön zu hören, dass es trotz der Coronakrise, die nahezu den gesamten Sportbetrieb über Wochen lahmgelegt hat, in diesem Jahr wieder eine Sportlerwahl in Baden-Baden geben wird. Ich denke schon, dass sich geeignete Kandidaten finden werden, auch wenn praktisch ja nur ein Quartal des Jahres berücksichtigt werden kann. Was die Leichtathletik betrifft, wären dann sicherlich die Hallenmeisterschaften in Leipzig im Fokus.
Wird der Sport „danach“ womöglich generell ein anderer sein?
Jürgen Kessing:  Nach wie vor ist es schwer, Prognosen zu treffen, denn wir wissen ja heute noch nicht wie lange bestimmte Einschränkungen in Zusammenhang mit Covid 19 noch gelten werden.
Nachdem der Fußball demnächst wieder rollen soll und die UCI einen prallvollen Rad-Herbst-Kalender präsentiert, die Frage, ob Ihr Verband ebenso in Vorausplanungen für einen „heißen Herbst“ ist?
Jürgen Kessing: Wie bereits angesprochen, hofft der Deutsche Leichtathletik-Verband, dass es in einer Late Season noch Wettkämpfe geben wird. Derzeit ist unsere Wettkampforganisation dabei, ein Umsetzungskonzept zu entwickeln, das allen Bestimmungen gerecht wird. Auch für unsere Wirtschaftspartner wäre es schön, wenn wir Deutsche Meisterschaften im August in Braunschweig durchführen könnten, auch wenn schon jetzt klar ist, dass dies nur ohne Zuschauer und mit bestimmten Auflagen der Fall sein wird. Unsere TV-Partner ARD/ZDF würden es jedenfalls begrüßen.

Bild: Christof R. Sage

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Teo Jägersberg

Wie wurde Deine Arbeit durch die Corona-Krise tangiert?  
Teo: Auf meine Arbeit als Reporter beim SWR Fernsehen hat Corona vor allem hygiene-sicherheit-und Abstandsauswirkungen. Themen gibt es zum Glück mehr als genug. Indirekt oder direkt dreht sich gerade irgendwie alles um Corona. Für mich hat Corona vor allem Hygiene-Sicherheit-und Abstandsauswirkungen.

Auch wenn Prognosen schwierig bis unmöglich sind, bitte wagt einen Ausblick auf den 20. Dezember.
Teo: Ja, was wird wohl noch passieren bis zum 20.12.? Ich bin sicher, dass immer mehr Sportarten beginnen werden, ohne Zuschauer an den Start zu gehen. Wir sehen auch, dass Basketball die Finalrunde im München spielen will.

Fix ist, dass die Wahl unter den Sportjournalisten auch 2020 durchgeführt wird. Auch wenn das Sportjahr Anfang März abrupt endete, glaubt Ihr dennoch, dass sich „geeignete“ Anwärter auf die Titel finden werden?
Teo: Es ist die Frage, wie die Vorschlagliste aussehen wird. Nur die Wintersportler zu nehmen, die ihre Leistungen bringen durften, fände ich ein bisschen komisch. Auf der anderen Seite haben sie Schwarz auf Weiß ihre Leistungen gebracht. Auf jeden Fall müsste man die zahlreichen Insta-Sportnummern würdigen, zum Beispiel Frodeno und seinen Home-Triathlon. Für die Mannschaft des Jahres könnten auch die Bundesliga-Fußballerinnen in Frage kommen, die für den guten Zweck bei der Spargelernte geholfen haben. Oder Tennisspieler Kevin Krawietz: er schleppt Kisten bei Lidl, um der Gesellschaft zu helfen.

Wird der Sport „danach“ womöglich generell ein anderer sein?
Teo: Wir sollten den herkömmlichen Anspruch bei der Nominierung diesmal erweitern, neu definieren - Sportlerinnen, Sportler und Mannschaft des Jahres 2020 müssen keine Höchstleistung auf dem sportlichen Parkett gezeigt haben, sondern überzeugt haben als Vorbilder, die in dieser Krisensituation beste Aushängeschilder für den Sport allgemein wurden. Es kann eine ganz besondere Gala werden, mit vielen Emotionen, wenn auch mit weniger sportlichen Highlights.

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Daniel Räuchle

Wie wurde Deine Arbeit durch die Corona-Krise tangiert?  
Daniel: Auf mein Arbeitspensum hatte die Krise wenig Auswirkungen. Die Art und Weise der Berichterstattung hat sich enorm verändert. Viele Interviews wurden nicht mehr vor Ort, sondern via Internet oder Smartphone gemacht. Trotzdem war es erstaunlich und erfreulich, wie offen die Sportler trotz ihrer Probleme für Interviews und auch kreative Ideen waren. Was fehlt: der Livesport in den Hallen und Stadien.

Auch wenn Prognosen schwierig bis unmöglich sind, bitte wagt einen Ausblick auf den 20. Dezember.
Daniel: Ich bin optimistisch, dass wir die Lage so weit in den Griff bekommen, dass der „Sportler des Jahres“ stattfinden kann. Ob in der bisherigen Größenordnung, mit mehr Videoschalten und Einspielern und anderen kreativen Programmpunkten, wage ich aber noch nicht vorherzusagen. Das Team ist diesbezüglich aber sicher kreativ genug, um attraktive Modelle zu entwickeln und die neuen technischen Möglichkeiten zu nutzen.
Fix ist, dass die Wahl unter den Sportjournalisten auch 2020 durchgeführt wird. Auch wenn das Sportjahr Anfang März abrupt endete, glaubt Ihr dennoch, dass sich „geeignete“ Anwärter auf die Titel finden werden?

Fix ist, dass die Wahl unter den Sportjournalisten auch 2020 durchgeführt wird. Auch wenn das Sportjahr Anfang März abrupt endete, glaubt Ihr dennoch, dass sich „geeignete“ Anwärter auf die Titel finden werden?
Daniel: Da müssen wir vielleicht alle umdenken und nicht „nur“ nach den sportlichen Leistungen bewerten. Wer hat sich in der Krise besonders verhalten?  Wer eventuell hat Dinge kritisiert und angeprangert? Stichwort Olympia. Wer sich durch besonders soziales Engagement hervorgetan?

Wird der Sport „danach“ womöglich generell ein anderer sein?
Daniel: Ich denke die nächsten ein, zwei Jahre schon. Viele Sportarten und Ligen müssen ums Überleben kämpfen und sind noch stärker von ihren Partnern und Sponsoren abhängig. Hier hoffe ich auf Unterstützung durch den Staat. Einzelsportler (z.B. Leichtathleten) brauchen Wettkämpfe, um Startgelder zu generieren und ihre Sponsoren zu bedienen. Da darf die Pandemie nicht zu lange anhalten. Sonst besteht die Gefahr, dass viele Sportler frühzeitig ihre Karriere beenden müssen. Olympia 2021 könnte für viele allerdings ein Ziel sein, für das sie eventuell sogar in ein finanzielles Risiko gehen. Wichtig wäre diesbezüglich von den Verbänden, aber auch den Medien, nicht mehr so stark auf den Medaillenspiegel zu schauen und damit den Druck auf die Sportler noch zusätzlich zu erhöhen. Das wäre gefährlich.

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Jens Zimmermann

Wie wurde Deine Arbeit durch die Corona-Krise tangiert?  
Jens: Die Krise tangiert unsere Arbeit leider nicht nur peripher, sondern frontal! Alle Events wurden seit 8. März abgesagt – keine Veranstaltungen bedeuten keine Einnahmen.
Für uns war wichtig, dass wir ein zweites Standbein mit dem Athletenmanagement und Consulting haben, so kommen wir durch diese Zeit. Sich verschiedene Standbeine aufzubauen und zu pflegen, ist sicherlich eine wichtige Erkenntnis aus dieser Zeit.

Auch wenn Prognosen schwierig bis unmöglich sind, bitte wagt einen Ausblick auf den 20. Dezember.
Jens: Wir werden den „Sportler des Jahres“ feiern und auf dieses verrückte Jahr zurückblicken. Ich bin absolut zuversichtlich, dass die Gala stattfinden wird – mit viel Demut im Rückblick auf die Ereignisse 2020.

Fix ist, dass die Wahl unter den Sportjournalisten auch 2020 durchgeführt wird. Auch wenn das Sportjahr Anfang März abrupt endete, glaubt Ihr dennoch, dass sich „geeignete“ Anwärter auf die Titel finden werden?
Jens: Das Sportjahr wurde „nur“ unterbrochen und ich bin davon überzeugt, es wird fortgesetzt werden. Es ist ein extrem wichtiges Zeichen, auch 2020 eine Sportlerin, einen Sportler und eine Mannschaft zu küren. Die Wintersaison wurde beispielsweise fast komplett absolviert, für diese Sportarten wäre es extrem schade, wenn man einfach sagen würde: 2020 ist kein vollständiges Jahr: also keine Ehrung. Außerdem wird auch 2020 noch einiges passieren, daran glaube ich und das hoffe ich.

Wird der Sport „danach“ womöglich generell ein anderer sein?
Jens: Es wird sich alles wieder einspielen. Die Küsschen auf dem Siegerpodest durch greise Funktionäre für junge Sportlerinnen gehören nun aber wahrscheinlich (zum Glück) der Vergangenheit an.

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Die Wahl 2020 – eine Chance für den Sport

Schon das Datum – 20-12-20 klang so vielversprechend. Wie gemacht als Auftakt zu einer PR-Offensive für die 74. Wahl „Sportler des Jahres“ mit den Auszeichnungen in Baden-Baden. Dann folgte – nach beeindruckenden WM-Taten auf Eis und im Schnee – das frühe und derzeit vorzeitige Ende des Sportjahres mit der Bahnrad-WM (1. März) und dem Weltcupfinale im Biathlon (Oslo).

Kommt überhaupt noch etwas? Können sich Erfolgreiche zum Beispiel ab September wieder empfehlen? Niemand mag das zu prognostizieren.

Fix aber ist. Die Wahl unter den deutschen Sportjournalisten, 1947 zu auch nicht gerade einfachen Zeiten ins Leben gerufen, wird stattfinden. Und der Termin am 20. Dezember bleibt bestehen. Davon gehen die Veranstalter aus. In Absprache mit dem örtlichen Ausrichter (Baden-Baden Events GmbH) und dem ZDF arbeitet das Kreativ-Team aktuell an mehreren Szenarien, um auch die Preis-Verleihung – den geänderten Gegebenheiten entsprechend – zu planen. Der gemeinsame Wille der Beteiligten lautet: Anpacken, Lösungen bieten.

Im Fokus eines möglicherweise ungewöhnlichen Wahl-Prozederes stehen die deutschen Athleten, die in diesem von Covid-19 geprägten Jahr, schon so einiges durchmachen mussten:

die Absagen von wichtigen Sportveranstaltungen sowie die Verschiebung der Olympischen Spiele ins kommende Jahr. Aber auch die Schließungen von Trainingsflächen haben die deutschen Sportler schwer beeinflusst.

Aus diesem Grund möchten die Veranstalter den Sportlern in diesem Jahr die Chance geben, sich noch aktiver an der Wahl zu Deutschlands „Sportler des Jahres“ zu beteiligen. Laut Präambel sind Vorbilder gesucht, Sportler*innen, die in herausfordernden Zeiten neue Wege gehen. Wir möchten sie begleiten und werden auf unserer Homepage und den Social Media-Kanälen auf die „Neuzeit-Helden“ hinweisen. Es ist immer ihr Jahresabschluss gewesen – für sie wird in Baden-Baden dankbar der Rote Teppich ausgerollt, ihre Anstrengungen werden gewürdigt. Das soll möglichst so bleiben – aber vielleicht rücken diesmal zusätzlich Protagonisten in den Mittelpunkt, die nicht die entscheidenden Zehntelsekunden Vorsprung hatten oder den letzten Punkt gewannen.

Über alle künftigen Entwicklungen werden wir kontinuierlich informieren, regelmäßig Sportler von gestern und heute, (Mit)Macher, Kolleginnen und Kollegen auf www.sdj.de zu Wort kommen lassen. Die 74. Wahl – durchaus eine Chance, in einer sich anpassenden Zeit Zeichen zu setzen. Es gibt so viele Athlet*innen, die mehr von unserer Aufmerksamkeit verdienen. Nicht nur am 20-12-20.

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