Sportler des Jahres - September 2022

Zeidler: Einsame Klasse

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Da muss man schon ein echter Zweimeter-Mann sein, um den deutschen Rudersport das einzige Erfolgserlebnis zu bescheren. Oliver Zeidler (2,03 m) holte bei den Weltmeisterschaften in Racice/Tschechien im Einer den einzigen Titel – ansonsten ging die DRV-Flotte unter: Nur zwei Final-Teilnahmen in den olympischen Klassen, der so oft gefeierte Deutschland-Achter gewann „nur“ den B-Lauf: dh. Rang sieben.

Aber Zeidler, den sein vierter Rang bei der Heim-EM in München „ordentlich umgehauen“ hatte, der von seinem Vater Heino gecoacht wird, stemmte sich gegen die Krise. Startete gewohnt mutig – und konnte diesmal seinen Vorsprung auch verteidigen. Physisch und mental setzte der 26-Jährige ein dickes Ausrufezeichen, konnte sich quasi selbst „auf die Schulter klopfen“ und wiederholte seinen WM-Gold-Coup von 2019. Damals katapultierte sich der Ingolstädter auch unter die Top Ten der Wahl „Sportler des Jahres“ – und wurde als „Newcomer“ ausgezeichnet – die Bühne im Kurhaus von Baden-Baden ist Oliver Zeidler deshalb schon geläufig.

Bild: Meinruderbild.de / Detlev Seyb

 

 

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Darja (15) schreibt Geschichte

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Sensation in der Sportgymnastik. Die 15-jährige Darja sammelt WM-Medaillen - und bringt sich damit ins Gespräch für die Wahl „Sportlerin des Jahres“. Mehr zu lesen im Bericht von SWR-Sportreporterin Regina Saur.

Bild: picture alliance

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Goldene WM für die Vielseitigkeit

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Spannender und dramatischer geht es nicht: Beim letzten Starter, Michael Jung, fiel am letzten Sprung die Stange – und der dreimalige Olympiasieger aus Horb fiel noch vom ersten auf den fünften Rang der Einzelwertung zurück. Zum Trost sicherte sich das deutsche Team bei den Welttitelkämpfen im italienischen Pratoni der Vivaro zum dritten Mal nach 2006 in Aachen und 2014 in Caen die Goldmedaille – außer Michi Jung noch die Warendorferin Julia Krajewski, Sandra Auffarth (Ganderkesee) und Christoph Wahler aus Bad Bevensen.

„Gold und Silber, viel besser geht es ja nicht“, strahlte Julia Krajewski, die Olympiasiegerin von 2021 in Tokio, die in der Einzelwertung auf ihrer Stute Amande de B’Neville hinter der britischen Einzelreiterin Jasmin Ingham den zweiten Platz belegte.

Das Duo hatte vor seinem fehlerfreien Springen im gut besuchten Naturstadion von Pratoni eine starke Dressur und einen famosen Geländeritt gezeigt. Den selektiven Parcours des Italieners Uliano Vezzani meisterten am Schlusstag der WM von 68 Pferden nur zwölf ohne Fehler. Durch seinen Abwurf mit FischerChipmunk FRH am letzten Sprung vergab Michael Jung die Riesenchance, aus eigener Kraft seinen zweiten WM-Titel nach 2010 zu gewinnen. „Mein Pferd war super drauf, frisch und kernig, und ich hatte ein gutes Gefühl. Ich weiß im Moment nicht, woran es lag. Es war spannend bis zum Schluss. Aber es ist super, dass unser Team den Titel geholt hat.“ Und damit, nicht zu vergessen, schaffte die deutsche Equipe locker und fast „nebenbei“ die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2024 in Paris.

Begeisterung unter dem Korb
Nicht Team-Gold, aber eine mehr als ehrenwerte Bronzemedaille sicherten sich die deutschen Basketballer am Finaltag der Europameisterschaften in Berlin. Mit 82:69 (36:23) bezwangen sie Polen und feierten einen versöhnlichen Abschluss der teilweise begeisternden Kontinentalmeisterschaft. Und sie komplettierten nach Gold 1993 und Silber 2005 den EM-Medaillensatz. Kapitän Dennis Schröder, nach dem Bronze-Coup ins Allstar-Team gewählt, jubelte: „Wir haben Geschichte geschrieben. Ich hoffe, dass wir den deutschen Basketball sexier gemacht haben.“

Bild: picture alliance

 

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