Sportlegenden des Jahrzehnts

Biathlon-Queen Magdalena Neuner, Korbjäger Dirk Nowitzki und das Beachvolleyball-Duo Ludwig/Walkenhorst sind die Größten des letzten Jahrzehnts. Erstmals findet im Rahmen der Auszeichnungen „Sportler des Jahres“ diese Hommage an die Erfolgreichsten statt. Die ZDF-Internet-User sowie die Aktivensprecher der deutschen Spitzensportverbände votierten im Verhältnis 50:50 – die Jahre 2010 bis 2019 fanden Berücksichtigung.

Beachvolleyballteam Ludwig/Walkenhorst

Wer in Brasilien, am berühmtesten Strand der Welt, der Copacabana, gegen ein brasilianisches Team vor „ausgerasteten“ brasilianischen Fans Olympiasieger wird, der hat es wahrlich verdient, „Mannschaft des Jahrzehnts“ genannt zu werden. Mit ihrem Sieg im Finale von Rio de Janeiro 2016 gingen die beiden Beach-Volleyballerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst in die Geschichte ein und gewannen als erstes europäisches Team Gold bei Olympia. Gegen die Weltmeisterinnen Agatha und Barbara. In deren „Wohnzimmer“. Es war das Jahrzehnt eines Duos, das einer Sportart seinen Stempel aufdrückte wie kaum ein anderes: Im gleichen Jahr, 2016, wurden sie Europameisterinnen im schweizerischen Biel, gewannen die World Tour in Toronto und lagen am Ende der Saison auf Platz eins der Weltrangliste. Ihre Titelsammlung komplettierten sie ein Jahr später mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft in Wien. Wo Ludwig/Walkenhorst waren, war vorn. War ganz oben. So wie jetzt bei der Legendenwahl.

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Magdalena Neuner

Sie war das Gesicht und das perfekte Aushängeschild für Biathlon, dieser faszinierenden winterlichen Hetzjagd durch den Schnee. Wenn „Lena“ losrannte, das Gewehr geschultert, dann gab es kein Halten mehr. Für sie nicht. Und für die Zuschauer, die schier „aus dem Häuschen“ waren, wenn sie Loipe und Schießstand dominierte wie keine Zweite, sowieso nicht. Auf dem Zenit ihres Könnens, dem sie neben eisenhartem Training drei olympische und 17 WM-Medaillen verdankte, verband sie Leistung und Erfolg mit einer faszinierenden Mischung aus Fröhlichkeit, Bodenständigkeit und Volksnähe. Sie ging, als sie ganz oben und die Energie verbraucht war. Mit 25 Jahren beendete die junge Frau aus Wallgau, dreimalige „Sportlerin des Jahres“, ihre Karriere. Mit der gleichen Zielstrebigkeit ist sie heute noch als zweifache Mutter und verheiratete Magdalena Holzer im öffentlichen Raum unterwegs. Kommentiert als Expertin für das Fernsehen und nutzt ihren Namen und ihre immer noch unvergleichliche Außendarstellung für ökologische Charity-Projekte.

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Dirk Nowitzki

Einer, der nicht nur wegen seiner Statur von 2,13 Metern Länge, sondern vor allem wegen seines einzigartigen Könnens und seiner Persönlichkeit herausragte. Er verlieh der Sportart Nummer eins in deren Mutterland ein Gesicht und führte seine Mannschaft, die „Dallas Mavericks“, in den „Basketball-Himmel“. Dirk Nowitzki aus Würzburg zog 1998, mit gerade mal 20 Jahren, in die nordamerikanische Basketball-Profiliga, die NBA. Dort wurde er nicht nur körperlich, sondern auch als Mensch, als Vertreter seines Teams und seines Sports, ein Riese. Aber „Dirkules“ vergaß auch nie seine Wurzeln, seine Herkunft. Trotz permanenten Reisestresses zwischen Atlantik und Pazifik, zwischen Michigan und Texas, war Nowitzki auch da, wenn die deutsche Nationalmannschaft ihn als „Anker“, als Leitfigur bei internationalen Meisterschaften brauchte. Heute, mit 42 Jahren, als Basketball-Rentner, holt er mit seiner Frau und seinen drei Kindern nach, was ihm als „Mr. Basketball“ verwehrt war. Er war NBA-Champion und 2011 als Mannschaftssportler der bisher einzige Einzel-„Sportler des Jahres“.

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