„Newcomerin des Jahres“ 2024 schon in WM-Form

„Newcomerin des Jahres“ 2024 schon in WM-Form

„Newcomerin des Jahres“ 2024 schon in WM-Form

Klara Bleyer gewinnt EM-Gold und den Gesamtweltcup im Synchronschwimmen

Steiler Aufstieg in die Weltspitze in gerade einmal zwei Jahren: Die 21-jährige Synchronschwimmerin Klara Bleyer sammelte seit Mitte 2023 zweimal Gold bei der Junioren-EM, holte 2024 mit der Gruppe den ersten Titel für den Deutschen Schwimmverband (DSV) in der 50-jährigen Geschichte dieser Sportart überhaupt bei den Aktiven und dazu noch zweimal Silber. Für Klara waren die kontinentalen Wettkämpfe im vergangenen Jahr auch das persönliche Highlight, weil sich vom DSV keine Aktive für die Olympischen Spiele in Paris hatte qualifizieren können.

Im Dezember 2024 wurde sie bei der Gala zum „Sportler des Jahres“ in Baden-Baden als „Newcomerin des Jahres“ ausgezeichnet. Diese Ehrung durch die „Sieger-Chance“, einer Zusatz-Lotterie der Glücksspirale, ist sehr begehrt, war dieser Titel doch schon in vielen Fällen das Sprungbrett für eine ganz große Karriere in der internationalen Welt des Sports.

Auch bei Klara Bleyer war das offensichtlich so. Sie begann ihre Laufbahn zunächst in ihrer Heimatstadt bei den Wasserfreunden Delphin Eschweiler. Im „Alter“ von 13 Jahren gehörte sie dem Verein Freie Schwimmer Bochum an und wird dort seitdem von Stella Mukhamedova trainiert. Das Jahr 2025 brachte ihr jetzt weitere herausragende Erfolge. Im Juni sicherte sie sich – wieder auf Madeira – als erste Deutsche Gold und EM-Titel im freien Solo und begeisterte dabei mit der höchsten Schwierigkeit des Feldes. Außerdem holte sie jeweils die Bronzemedaille in der Technischen Kür des Solowettbewerbs und im Duett mit Amélie Blumenthal Haz. Die 17-jährige Bayerin Amélie Blumenthal Haz ist im Schwimmerbund Bayern 07 Nürnberg, der 1.600 Mitglieder in neun Abteilungen aufweist, groß geworden und seit diesem Jahr in Bochum die neue Duett-Partnerin von Klara Bleyer.

„Bravo Klara“, jubelte Trainerin Mukhamedova, „das war bombastisch, wie sie heute geschwommen ist. Sie hat so hart gearbeitet und sich auch beim künstlerischen Ausdruck nochmal verbessert. Technisch hat sie heute alles gezeigt und war eindeutig die Beste.“ Und auch Bundestrainerin Stephanie Marx lobte: „Das war ein super starker und souveräner Auftritt von Klara. Sie hat mit der höchsten Schwierigkeit des gesamten Starterinnenfeldes die Marke gesetzt und verdient den Titel als Europameisterin errungen – das war einfach Weltklasse!“

Wenige Tage nach der erfolgreichen EM in Portugal gewann die Bochumerin noch den Gesamtweltcup im Solo-Synchronschwimmen. Die 21-Jährige lag nach dem Weltcupfinale im chinesischen Xi’an vor der unter neutraler Flagge angetretenen Belarussin Wasilina Chandoschka. In Xi’an war Bleyer erneut aufs Podest geschwommen, und in der Freien Kür belegte sie zudem Rang zwei. Zu ihrem dritten Saisonsieg nach den Erfolgen bei den Weltcups in Paris und Soma Bay (Ägypten) fehlte dabei nicht viel. „Klara war während der gesamten Saison sehr stabil in ihren Ergebnissen. Der Gesamtsieg ist jetzt die Belohnung dafür“, so ihre Trainerin Stella Mukhamedova.

Der Weltcup gibt Klara Bleyer viel Auftrieb für die Weltmeisterschaften in Singapur (11. Juli bis 3. August). „Wir werden jetzt nochmal einige Dinge ändern und sowohl im Technischen als auch im Freien Solo den Schwierigkeitsgrad deutlich erhöhen“, kündigte sie an.

Klara Bleyer trainiert täglich vier Stunden. Ihr großes Ziel sind nun die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.

Teilen Sie diesen Beitrag