Olympischer Glanz bei der Pressekonferenz im „Alten E-Werk“

Olympischer Glanz bei der Pressekonferenz im „Alten E-Werk“

Olympischer Glanz bei der Pressekonferenz im „Alten E-Werk“

Ein großes Sportjahr 2024 neigt sich seinem Ende entgegen – vorher kommt jedoch noch der festliche Höhepunkt: Nach Olympischen und Paralympischen Spielen in Paris, der Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land und vielen weiteren internationalen Highlighte sind jetzt alle begierig darauf, zu erfahren, wer denn nun Sportlerin, Sportler und Team des Jahres wird. Wie immer am 3. Advent, wird das Rätsel gelöst: Zum 78. Mal richtet dann die Internationale Sportkorrespondenz (ISK) und zum 56. Mal in der Schwarzwald-Hauptstadt Baden-Baden, die Gala „Sportler des Jahres“ aus.

Der ISK-Medienpartner ZDF sorgt dafür, dass am Sonntag, 15. Dezember, ab 22.15 Uhr die Gala aus dem Kurhaus auf die Millionen Bildschirme der deutschen Haushalte gelangt. Rund 700 Zuschauer werden im festlich geschmückten Bénazetsaal Zeuge des Programms mit vielen Überraschungsgästen, das auch in diesem Jahr wieder von Lena Kesting und Sven Voss moderiert wird. Über den Stand der Vorbereitungen sprachen zehn Tage vor der Gala neben ISK-Chef Klaus Dobbratz, hoch dekorierten Athletinnen und Athleten dieses Sportjahres, die Moderatorin und der verantwortliche Redakteur des Zweiten Deutschen Fernsehens, Manuel Bienefeld, sowie Nora Waggershauser, Geschäftsführerin Baden-Baden Events. Moderiert von SWR-Redakteur Teo Jägersberg, gab das Podium einen Einblick in seine aktuelle „SDJ-Gefühlswelt“.

Von einem „Hauch von Olympia“ sprach ISK-Chef Dobbratz, der sich durch die vier Goldmedaillengewinner „von einem olympischen Schleier“ umgeben sah. Er bedankte sich beim Gastgeber, dass dieser mit dem alten E-Werk „eine Location mit Stil“ für diese Pressekonferenz gestellt hatte.

Zum ersten Mal konnte bei der Sportlerwahl nur noch digital abgestimmt werden. Das Ergebnis: Ein Teilnehmerrekord! Gewählt wurden auch der Trainer/die Trainerin, der Newcomer/die Newcomerin des Jahres, und im kommenden Jahr werde es, in Zusammenarbeit der deutschen Telekom, noch eine neue Kategorie geben: „Der Special Olympics Sportler des Jahres.“

Die Olympiasiegerin in der Rhythmischen Sportgymnastik, Darja Varfolomeev, war schon im Stress angereist, zumal sie um 14.30 Uhr mit ihrer Trainerin vom Stuttgarter Flughafen nach Kairo zu einer „Master Class“ aufbrechen musste. Etwa 50 Stunden pro Woche, erzählte sie, gehe für Training drauf, deshalb habe sie in diesem Jahr die Schule zugunsten des Olympiajahres für ein Jahr auf Eis gelegt. In ihrer Schmidener Schule sei sie nicht der Top-Star. „Wir verstehen uns alle ganz gut miteinander!“ Jetzt freue sie sich auf die Gala am 15. Dezember. „Ich habe mein Bestes gegeben. Jetzt warten wir, was dabei herauskommt.“

Maurice Schmidt, mit Gold dekorierter Rollstuhlfechter aus Böblingen, hatte vor Paris ein Urlaubssemester eingelegt. „Das hat sich gelohnt, wie man sieht.“ Der Respekt, den man dem Behindertensport auch und gerade beim „Sportler des Jahres“ entgegenbringe, so betonte er ausdrücklich, „stufe ich sehr hoch ein“. Rollstuhlfechten sei ein sehr inklusiver Sport, den man auch im Training mit Fußgänger-Fechtern ausüben und sich so bestens vorbereiten könne. „Als feststand, dass ich die Silbermedaille gewonnen hatte, war der Druck im Finale weg. Dass ich nach dem 7:8-Rückstand acht Treffer am Stück setzen konnte, das habe ich im Flow gar nicht richtig mitbekommen.“

Kanute Jacob Schopf saß im alten E-Werk mit „Eiffelturm um den Hals“, den „ich von meiner Freundin bekommen habe.“ Mit zweimal Gold kam der Sportsoldat (derzeit Stabsunteroffizier) nach Hause. Vor Ort waren in Paris viele persönliche Wegbegleiter. „Auf dem Podium hat’s mich völlig weggerissen. Ich habe die Siegerehrung einfach nur noch durch einen Tränenschleier wahrgenommen.“ Obwohl Kanu „nicht unbedingt die populärste Sportart“ sei, „hat unser Verband gezeigt, was er zur Aufbesserung der Bilanz beisteuern kann.“ Die Prämie von 20.000 Euro sei eine Wertschätzung, die für einen Aufbau von vier Jahren gelte. „Das muss man sich mal vorstellen.“ Schopf führte in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit einer Art Rentenbesserstellung für die Athletinnen und Athleten als greifbaren Benefit an.

Samir Suliman, der Trainer der 3X3-Goldmedaillen-Gewinnerinnen, hatte das „Projekt 3X3“ mit Basketball-Referent Matthias Weber gestartet, der ihm den weiblichen Bereich anvertraute. Noch während der olympischen Spiele hätten viele Zuschauer noch nicht einmal gewusst, dass es diese Sportart überhaupt gibt. Es sei bereits ein Erfolg gewesen, dass man mit der 3X3-Auswahl überhaupt bei Olympia dabei gewesen sei. „Wir waren eine klassische Turniermannschaft und haben uns auch im Finale einfach stark genug gefühlt, dieses Finale zu gewinnen: „Heute bitte kein Silber“, war die ausgegebene Losung gewesen.“

ZDF-Moderatorin Lena Kesting, die live dabei war, bezeichnete den Sieg der 3X3-Damen „einfach als magisch“. Und ergänzte: „Die Spiele in Pars waren einfach etwas Besonderes, weil die Spiele davor Corona-Spiele gewesen sind.“ Davon wolle sie mit ihrem Moderationspartner Sven Voss natürlich auch möglichst viel in den Bénazetsaal und in die heimischen Wohnzimmer bringen. „Das ist echt ein Traumjob, da oben stehen zu dürfen und die festliche Atmosphäre rüber zu bringen.“

Baden-Badens Oberbürgermeister Dietmar Späth war in Paris ebenfalls vor Ort- „Wir sind mit unserer gesamten Familie sehr sportaffin. Und Olympische Spiele sind etwas Besonderes. Wir unterstützen hier in unserer Stadt jeden Sportler, egal welche Generation, egal welche Platzierung.“ Bei der Gala am 15. Dezember werde er mit der Familie natürlich dabei sein. „Es gibt nichts, was so gut zusammenpasst wie Baden-Baden und der Sportler des Jahres. So soll es auch weitergehen.“

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