Special Olympics: Wintersport erneut im Piemont

Special Olympics: Wintersport erneut im Piemont

Special Olympics: Wintersport erneut im Piemont

Turin ist wieder Gastgeber des Wintersports – ähnlich wie 2006, als die olympischen Schnee&Eis-Asse um die Medaillen kämpfen. Jetzt organisiert das Piemont die Special Olympics, das Nonplusultra für die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung und Mehrfachbehinderung. Entsprechend beeindruckend die nackten Zahlen vor der Eröffnungsfeier am Samstag und den ersten Entscheidungen (bis 15. März) in acht Disziplinen. 1500 Sportler aus 100 Nationen nehmen teil. Der 1961 gegründete Verband Special Olympics Deutschland (SOD) entsendet 48 Aktive. Und die Vorfreude der Turin-Reisenden steckt förmlich an. Bei der Verabschiedung in der Münchner Allianz Arena war selbst Thomas Müller vom FC Bayern den Tränen nahe – wie die meisten der Nominierten.

Die Akzeptanz für die Bewegung steigt stetig, seit 1968 die ersten internationalen Wettkämpfe stattfanden. Letzter Höhepunkt waren die Sommer Special Olympics 2023 in Berlin. Die beeindruckenden Bilder gingen um die Welt, aber nicht die Erstplatzierten, sondern die Teilnehmenden waren die Sieger. Ein Signal auch für die mehr als 40.000 Menschen in Deutschland mit geistiger Behinderung im Sport neue Ziele zu suchen und zu finden.

In den norditalienischen Skizentren Sestriere, Pragelato, Bardonecchia, schon 2006 im Fokus, sind die Anlagen für Alpinski, Langlauf, Snowboard und Schneeschuhsport präpariert, Turin ist gerüstet für Eiskunstlaufen, Short Track, Dance Sport und Floorball. Tanzen und der auch als Unihockey bezeichnete Ballsport bieten Delegationen aus Ländern, wo Schnee und Eis eher Fremdworte sind, Gelegenheiten, sich zu messen. Entsprechend freuen sich die Veranstalter, Sportler/innen aus fünf afrikanischen Staaten, Südamerika, dem mittleren Osten und dem Pazifik begrüßen zu dürfen.

Mittendrin auch einige hundert Schulkinder mit und ohne Beeinträchtigung, die ein spezielles Special Olympics Youth Programm präsentieren. 2000 Freiwillige ermöglichen die Spiele von Torino 2025 – exakt ein Jahr vor dem olympischen Treffen in Italien (Mailand/Cortina), das nächste Wintersport-Highlight in den Alpen.

Bild: Special Olympics Deutschland e.V.

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