Die 79. Auflage der Proklamation und Ehrung von Deutschlands „Sportlern des Jahres“ ist Geschichte: Am Abend des vierten Advents 2025 wurden die herausragenden Sportlerinnen, Sportler und Teams – zum 62. Mal – im Kurhaus Baden-Baden traditionell in einer glänzenden Gala geehrt. Kurz vor Ablauf eines ereignisreichen Jahres standen die Biathletin Franziska Preuß, der Zehnkämpfer Leo Neugebauer und die Basketball-Nationalmannschaft der Männer vor 730 Gästen auf der neugestalteten Bühne im Bénazetsaal ganz oben.
Abstimmungsberechtigt waren die Sportlerinnen und Sportler des Olympia- und des Perspektiv-Kaders des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) und des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) sowie die Mitglieder des Verbands der Deutschen Sportjournalisten (VDS). Sie honorierten mit ihrem Votum den Gesamt-Weltcupsieg sowie das Verfolgungs-WM-Gold der 31-jährigen Zollbeamtin. Mit überwältigendem Vorsprung setzten die Juroren den 25 Jahre alten Zehnkampf-Weltmeister bei den Männern auf den Spitzenplatz. Auch bei den Teams war die Entscheidung mehr als eindeutig: Nach dem Europameistertitel fuhren die „Korbleger“ souverän den nächsten Titel ein.
Bei den Sportlerinnen kamen die fünffache Weltmeisterin von Rio de Janeiro und letztjährige „Sportlerin des Jahres“, Darja Varfolomeev (Rhythmische Sportgymnastik), und die 100-m-Brust-Weltmeisterin im Schwimmen, Anna Elendt, auf die weiteren Podiumsplätze. Wie 2024, belegte Florian Wellbrock (Schwimmen) auch diesmal den zweiten Rang, gefolgt von „Shooting-Star“ Florian Lipowitz, überraschender Dritter bei der Tour de France. In der Mannschafts-Wertung ging die Silbermedaille an die Hockey-Männer, in Mönchengladbach Europameister geworden, vor den Staffelläuferinnen, die bei der WM in Tokio nach einem furiosen Auftritt Bronze gewonnen hatten.
Mit dem „Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport“ der Sparkassen-Finanzgruppe wurde in diesem Jahr die zweimalige Paralympics-Siegerin im Schwimmen, Elena Semechin, ausgezeichnet. „Sie stand in ihrem Leben vor zahlreichen Herausforderungen, doch anstatt zu resignieren, hat sie immer wieder gekämpft und ist ihrem eigenen Motto treu geblieben, indem sie vermeintliche Schwächen in Stärken umgewandelt hat“, hob DSGV-Präsident Ulrich Reuter in seiner Laudatio hervor.
Lara Broich, die Tischtennis-Bundestrainerin U19 Damen, wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) als „Trainerin des Jahres“ geehrt. Als „Trainer des Jahres“ zeichnete DOSB-Präsident Thomas Weikert Biathlon-Damen-Bundestrainer Kristian Mehringer aus. Zum neunten Mal vergab „Die Sieger-Chance“, eine Zusatzlotterie der Glücksspirale, die Auszeichnung „Newcomer des Jahres“ – an den 17-jährigen 800-m-Läufer Andor Rik Schumann, Sohn des Olympiasiegers von 2000 in Sydney über diese Strecke, Nils Schumann.
Den erstmals auf Initiative des Special Olympics Deutschland Partners Telekom ausgelobten Preis „Special Olympics Sportler*in des Jahres“ überreichte Laudator Felix Neureuther an die bayerische Short-Track-Para-Athletin Sophie Dziadek.