Andor Schumann

Newcomer des Jahres 2025

Die Auszeichnung "Sportler des Jahres" würdigt herausragende Persönlichkeiten und Leistungen im Sport und feiert die Erfolge der Athleten. Jedes Jahr versammeln sich Sportler und Sportlerinnen, die Sportpresse, Wirtschaft und Politik, um die Besten der Besten zu ehren.

Newcomer

„Es war gar nicht geplant, Läufer zu werden!“

Die Medaille bewahrt Nils Schumann in einem Regal auf, zusammen mit Erinnerungsstücken an seine größten Erfolge. Sohn Andor Schumann hat das 800-Meter-Gold oft betrachtet. Das Video vom Olympiasieg fesselt ihn besonders. Vor jedem Rennen schaut er sich das Finale von Sydney 2000 an. Was als Last erscheinen könnte, empfindet der 17-jährige Nachwuchs-Leichtathlet eher als Inspiration – und vor allem Ansporn.

„Ich mache mir keinen Druck, dass ich nicht so erfolgreich sein könnte wie Papa. Ich gehe meinen Weg“, sagt Andor selbstbewusst. Spätestens seit diesem Sommer ist der Teenager mittendrin, um in den Fußstapfen seines Vaters einen eigenen Abdruck zu hinterlassen.

25 Jahre ist es her, dass Nils Schumann mit damals 22 Jahren und platinblonder Stoppelfrisur an der australischen Westküste Geschichte schrieb. Er wurde Sportler des Jahres. Andor fügte dem Familien-Stammbuch ein goldenes Kapitel hinzu.

Mit ähnlich markanter Haarfarbe, einem ebenso beeindruckenden Finish und weit ausgebreiteten Armen wie einst sein Vater stürmte der Sportschüler beim European Olympic Youth Festival (EYOF) in Skopje zu Gold. Sein Sieg markiert einen Meilenstein in der Nachwuchs-Leichtathletik des Landes. Bei ein paar EYOF-Siegen hatte Sören Ludolph 20 Jahre zuvor über 800 Meter gewonnen.

Der Titel bei der „Mini-Olympiade“ krönte das Jahr für den Erfurter Mittelstreckenläufer. Bei der Jugend-DM war er zu U18-Gold über 800 m gerannt, nachdem er schon Silber über 400 m gewonnen hatte. Bronze in Skopje in der Schweden-Staffel (100, 200, 300 und 400 m) und der DM-Titel mit der Erfurter 3×1000-m-Staffel der U20 kamen hinzu.

In Skopje konnte Nils Schumann eine Träne nicht zurückhalten. Er ist stolz als Vater, und als einer der Trainer am Bundestützpunkt Erfurt. In ein Muster möchte er Andor nicht zwängen. Lauftalent hat er, weiß der 47-Jährige. „Was er daraus macht, ist sein Werdegang. Er ist mein Sohn. Ich liebe ihn, egal ob er 800-Meter-Läufer ist oder nicht.“

Vor drei Jahren noch spielte der Blondschopf Fußball. Andors Weg gleicht einem von null auf 800. Erst mit dem Umzug nach Erfurt und dem Wechsel an die Sportschule nahm er auf der Bahn seinen Lauf.

„Es war gar nicht geplant, Läufer zu werden“, erzählt Andor. Er findet es cool, sich in den familiären Pfaden gefunden zu haben. Mutter Korinna Fink zählte zu Deutschlands Top-Läuferinnen über 400 m.

In Baden-Baden schließt sich der Kreis auf der Bühne. Und auf der Bahn vielleicht in Los Angeles 2028 oder in Brisbane 2032. Olympia wäre ein Traum für Andor Schumann. 2025 bleibt in Erinnerung. „Ich werde lange darauf schauen“, sagte er in der Hoffnung, irgendwann eigene Rennen im Video anzusehen. Skopje wäre ein Anfang.

Die bisherigen „Newcomer des Jahres“ und deren weitere Entwicklung nach ihrer Ehrung in Baden-Baden:

2024 Klara Bleyer (Synchronschwimmen) gewann 2024 und 2025 insgesamt zwei Gold-, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen bei Europameisterschaften.

2023 Nathalie Armbruster (Nordische Kombination) und Leo Neugebauer (Zehnkampf): Die Schwarzwälderin holte im Januar 2025 in Innsbruck als erste Deutsche einen Weltcupsieg, wurde im Februar in Trondheim Vize-Weltmeisterin im Mixed und sicherte sich – ebenfalls als erste Deutsche – im März den NoKo-Gesamtweltcup. Der Leichtathlet steigerte 2024 seinen deutschen Zehnkampfrekord in Eugene (Oregon) um 125 Punkte auf 8961 Zähler, gewann 2024 in Paris Olympia-Silber und wurde 2025 in Tokio Weltmeister.

2022 Hannah Meul (Sportklettern) holte beim Boulder-Weltcup im April 2023 im japanischen Hachioji Silber und ist Weltranglisten-Zweite im Bouldern und Vierte in der Welt in Bouldern & Lead. Das große Ziel der 22-Jährigen: Olympia 2024 in Paris.

2021 Annett Kaufmann (Tischtennis) war mit 15 Jahren die jüngste „Newcomerin“, die Bundesligaspielerin aus Böblingen wurde 2021 souverän U19-Europameisterin.

2020 Lea-Sophie Friedrich (Bahnrad) holte im Jahr 2021 Olympia-Silber im Teamsprint in Tokio, wurde Keirin-Europameisterin in Grenchen (Schweiz) und gewann dreimal WM-Gold (Zeitfahren, Keirin und Mannschaft) in Paris. 2022 wurde sie in München mit EM-Silber dekoriert, und wurde jeweils zweimal Welt- und Europameisterin.

2019 Oliver Zeidler (Rudern) schrammte bei der EM in München knapp am Podest vorbei (Platz 4) und gewann bei den Weltmeisterschaften in Tschechien den Titel vor dem Europameister Melvin Twellaar aus den Niederlanden.

2018 Vinzenz Geiger (Nordische Kombination) sicherte sich 2022 in Peking nach einem furiosen Antritt die Olympische Goldmedaille in der Einzelwertung, 2019 und 2021 gewann er jeweils WM-Silber im Team.

2017 Jacqueline Lölling (Skeleton) „bestätigte“ ihre Wahl mit dem Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (Südkorea), wurde daraufhin Ehrenbürgerin ihrer Heimatgemeinde Brachbach und erhielt im Juni 2018 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Silberne Lorbeerblatt. 2020 jubelte sie über WM-Teamgold.

Häufige Fragen

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Auszeichnung und zum Auswahlprozess.

Ja, die Gala wird live gestreamt, sodass auch diejenigen, die nicht persönlich teilnehmen können, das Event verfolgen können. Details zum Livestream werden vor der Veranstaltung bekannt gegeben.

Es existiert eine Nominierung. Die Veranstalter erstellen eine erste Vorschlagsliste, basierend auf den Top-Leistungen deutscher Athletinnen und Athleten.

Im Jahr 2023 wurde die traditionelle Wahl „Sportler des Jahres“ auf eine breitere Basis gestellt. Ein Votum, basierend auf der Vorauswahl der Athletinnen und Athleten des DOSB und DBS sowie dem finalen Votum der VDS-Mitglieder. Die Top 15 Auswahl der Kader-Athletinnen und Athleten des DOSB und DBS geht an die VDS-Jurorinnen und Juroren, die ihrerseits die Top-5 bestimmen können. Die Nominierungen und Vorschläge sind nur zur Orientierung und erheben zur keiner Zeit den Anspruch auf Vollstängigkeit. Gewählt werden kann also absolut jede Athletin und jeder Athlet!

Aktuelle Informationen zu den Gewinnern und der Veranstaltung finden Sie auf unserer Webseite. Wir aktualisieren regelmäßig die Neuigkeiten und Artikel. Folgen Sie uns auch in den sozialen Medien für die neuesten Updates.

Auf den ersten Blick der/die Erfolgreichste(n). Aber die Wahl-Präambel enthält deutliche Hinweise, dass nicht allein Tore, Zentimeter und Zehntelsekunden den Ausschlag geben. „Als Maßstab gelten weder Gehalts- noch Prämienlisten. Gesucht wird mehr denn je das Vorbild, eine Persönlichkeit des Sports. Ausgesprochen erfolgreich natürlich, aber auch durch Haltung und Charakter aufgefallen.“ Nicht selten reüssierten Athleten aus Randsportarten beim Sportler des Jahres. Hockeyspieler, Ruderer, Kanuten und Rodler gewannen das scheinbar ungleiche Duell gegen Repräsentanten telegener Sparten.

Die Teilnahme an der Wahl ist nur den Athletinnen und Athleten sowie den Journalistinnen und Journalisten vorbehalten. Die Teilnahme am Gala Abend ist nur geladenen Gästen möglich. Karten sind nicht im freien Verkauf erhältlich.

Zur Wahl aufgerufen sind zum einen die Kader-Athletinnen und -Athleten des DOSB und des DBS. Sie treffen die Vorauswahl. Im zweiten Wahldurchgang stimmen die Sportjournalistinnen und Sportjournalisten, Mitglieder des VDS (Verband Deutscher Sportjournalisten e.V.), ab. Die Abstimmung erfolgt online über unsere Webseite. Es kann nur einmal pro Kategorie abgestimmt werden.

Die Gala „Sportler des Jahres“ findet jährlich in der Regel am dritten oder vierten Advent statt. Das genaue Datum wird rechtzeitig auf unserer Webseite bekannt gegeben. Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, dabei zu sein, wenn die Top-Athleten und -Athletinnen des Jahres ausgezeichnet werden.

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