Die Highlights der deutschen Para-Aktiven 2025

Die Highlights der deutschen Para-Aktiven 2025

Die Highlights der deutschen Para-Aktiven 2025

Der „Tiefpunkt“ ist überwunden: „Wir sind wieder zurück“, freut sich Para Leichtathletik-Bundestrainerin Marion Peters nach der WM im indischen Neu-Delhi, nachdem ihr Team sechs Mal Gold, zwei Mal Silber und drei Mal Bronze gewonnen hat. Bei den Paralympics in Paris war es nur eine goldene, drei silberne und vier Bronzemedaillen, Platz 30 im Medaillenspiegel – das ist jetzt Vergangenheit.

Einen großen Anteil am Erfolg hatten in Indiens Hauptstadt die Top-Stars wie Felix Streng (Gold 100 und 200 Meter), Markus Rehm (Gold Weitsprung), Johannes Floors (Gold 400 und Silber 100 Meter), Niko Kappel (Gold Kugelstoßen), Léon Schäfer (Silber Weitsprung) und Lindy Ave (Bronze 400 Meter), die alle bereits Paralympics-Gold gewonnen haben und jetzt für acht der elf Medaillen zuständig waren.

Dazu gab es drei Überraschungen: Max Marzillier, der mit einem herausragenden Schlussspurt über 400 Meter zum Weltmeister wurde. Weitspringer Andreas Walser, der angeschlagen nur zwei Sprünge machen konnte, die aber für Bronze reichten. Und die 19 Jahre junge Jule Roß, die fünf deutsche Rekorde in sieben Rennen aufstellte und WM-Bronze über 400 Meter abgriff. Wohlgemerkt fehlten mit Nele Moos und Irmgard Bensusan zwei verletzungsbedingt, die in Paris noch Medaillen gewonnen hatten.

Die Para Schwimm-Nationalmannschaft kehrte von der WM in Singapur mit zehn Medaillen ähnlich erfolgreich zurück: Fünf Mal Gold, zwei Mal Silber und drei Mal Bronze „hamsterte“ das Team von Bundestrainerin Ute Schinkitz.

Tanja Scholz darf sich jetzt Doppel-Weltmeisterin über 50 Meter Brust und 150 Meter Lagen nennen, Josia Topf holte über 50 Meter Freistil und 150 Meter Lagen Gold, über 50 Meter Rücken Silber und über 100 Meter Freistil Bronze und Taliso Engel flog mit seinen 23 Jahren zum achten großen Titel über die 100 Meter Brust – mal wieder in Weltrekordzeit, obwohl er bis weit in der ersten Jahreshälfte noch bei Let’s Dance übers Tanz-Parkett geschwebt war.

Silber und Bronze gab es für Gina Böttcher über 200 Meter Freistil und 150 Meter Lagen, dazu freute sich Mira Jeanne Maack über eine Bronzemedaille über 100 Meter Rücken – und Paralympics-Siegerin Elena Semechin fehlte in Singapur, weil kurz vor der WM ihr Baby Klaus Phillip auf die Welt kam.

Para Sport-Fans hatten in den vergangenen Wochen viel zu Jubeln: Von Mitte September bis Mitte Oktober gab es 29 Tage in Folge Para Sport zu sehen mit insgesamt sechs Weltmeisterschaften und fünf Europameisterschaften – das Ende bildet jetzt die Rollstuhlbasketball-EM, die Para Bahnrad-WM sowie die Para Triathlon-WM am 18. Oktober. Die Highlights der DBS-Aktiven sind damit gute Referenzen für die Aufnahme in die Kandidatenlisten für die 79. Wahl „Sportler des Jahres“.

Bild: picture alliance

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