Newcomer des Jahres 2019

Vor drei Jahren noch Leistungsschwimmer, schrieb Oliver Zeidler in diesem Jahr eine der ungewöhnlichsten Umsteiger-Geschichten. Der 23-jährige Steuerrecht-Student beherrscht das schmale Skiff, als sei er darin aufgewachsen. 2019 wurde der Dachauer Europameister und holte in Ottensheim bei Linz (Österreich) den WM-Titel im Ruder-Einer.

Mit seinem hünenhaften Körper scheint Zeidler dank der gewaltigen Hebel seiner langen Arme und Beine wie geschaffen dafür, sich im Wasser kraftvoll fortzubewegen. Er war ein sehr guter Schwimmer, der Beste seines Jahrgangs in Deutschland. Doch als es für die Qualifikation für Olympia in Rio 2016 nicht reichte, „hat sich meine Trainingsgruppe zerschlagen, und das Schwimmen hat mir keinen Spaß mehr gemacht“.

Als Spross einer Ruder-Dynastie – Opa Hans 1972 Olympiasieger im so genannten „Bullen-Vierer“, Vater Heino WM-Teilnehmer, Tante Judith Olympiasiegerin 1988 im DDR-Achter, Onkel Mathias Ungemach 1990 Weltmeister im Deutschland-Achter, und Schwester Marie-Sophie saß im deutschen WM-Achter – war der 2,03 m große und 105 kg schwere Hüne bis zu seinem Sportart-Wechsel völlig „aus der Art geschlagen“.

Nur einmal, im zarten Alter von zwölf Jahren, hatte man „Olli“ in ein Ruderboot bewegen können. „Als ich dann reingefallen bin, bin ich lieber im Wasser geblieben“, erinnert er sich. „Schwimmen war einfach mehr mein Ding damals.“  Jetzt nannte der altgedienten Cheftrainer Ralf Holtmeyer Zeidler verblüffte. verblüfft „einen Sechser im Lotto“

Nach dem WM-Sieg ist Oliver Zeidler jetzt eine deutsche Olympia-Gold-Hoffnung. „Mittlerweile bin ich nicht mehr der Anfänger. Jetzt in der Rolle des Gejagten zu sein, ist absolut neu für mich.“ Der Erfolg mit drei Hunderstel Vorsprung war extrem knapp. „Dadurch gibt es für mich jetzt keinen Grund, mich auszuruhen. Ich werde also das Rennen nun mit meinem Vater kritisch analysieren, um zumindest diese paar Millimeter Abstand zum Zweitplatzierten bis zum 31. Juli 2020 zu halten.“ Das ist der Tag des olympischen Endlaufs in Tokio.

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Newcomer des Jahres 2018

Vinzenz Geiger als Newcomer des Jahres geehrt. „Durch meinen Cousin bin ich im Alter von acht Jahren überhaupt erst auf diesen Sport aufmerksam geworden“, beschreibt Vinzenz Geiger (SC 1906 Oberstdorf) seinen damaligen Einstieg in die nordischen Winterdisziplinen. Das war 2005. Davor war er, wenn nicht gerade auf dem Fußballplatz, nur mit den Alpinskiern unterwegs. Doch bereits nach einem ersten Probieren habe ihm das Fliegen durch die Lüfte weitaus besser gefallen, erinnert sich der Oberstdorfer.

Vier Jahre später startete er in der Nordischen Kombination und debütierte im Dezember 2015 – mit 18 Jahren – in Lillehammer im Weltcup. Exakt ein Jahr später stand er als Dritter in Ramsau erstmals auf dem Podest. Bei den Junioren-weltmeisterschaften 2016 in Râșnov (Rumänien) sicherte er sich zwei Silber-medaillen und gewann ein Jahr später in Soldier Hollow (USA), kurz vor dem Abitur, Gold im Fünf-Kilometer-Einzel. Seit August 2017 gehört er dem Zoll-Ski-Team an.

Nach zahlreichen Podestplätzen im Weltcup folgte im Februar 2018 die bisherige Krönung seiner Laufbahn: Mit Johannes Rydzek, Fabian Rießle und Eric Frenzel, den ersten Drei in der Einzelwertung, gewann der begeisterte Schafkopfspieler Team-Gold bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang. Am 16. Dezember wurde der 21-Jährige deshalb im Rahmen der Gala „Sportler des Jahres“ im Kurhaus Baden-Baden als „Newcomer des Jahres“ geehrt – eine von „Die Sieger-Chance“, einer Zusatzlotterie der Glücksspirale, gestifteten Auszeichnung.

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Premiere beim Sportler des Jahres

„Newcomer des Jahres“ Jacqueline Lölling

Premieren-Jahr für Jacqueline Lölling: Erstmals gewann die 22-jährige Skeletoni im Januar ein Weltcup-Rennen und wurde Europameisterin, im Februar wurde sie jüngste Weltmeisterin aller Zeiten und im Dezember erhielt sie im Rahmen der Gala „Sportler des Jahres“ im Kurhaus Baden-Baden die zum ersten Mal vergebene Auszeichnung „Newcomer des Jahres“, gestiftet von „Die Sieger-Chance“, einer Zusatzlotterie der GlücksSpirale.

„Das ist der Wahnsinn“, lautete ihr Kommentar auf der Bühne des Bénazetsaales, ich bin restlos überrascht.“ Die Athletin der RSG Hochsauerland freute sich auch über das Preisgeld – jeweils 8.000 Euro für sie selbst und ihren Verein. „Das ist für meine Sportart, die nicht auf Rosen gebettet ist, eine ungewöhnlich gute Unterstützung!“

Die beiden Schecks erhielt die „Newcomerin 2017“ aus der Hand von Friederike Sturm, der Präsidentin von LOTTO Bayern und Federführerin der GlücksSpirale im Deutschen Lotto- und Totoblock: „Jung, schnell und erfolgreich – ich freue mich, dass es mit Jacqueline Lölling eine Athletin gibt, die diese drei Attribute verkörpert und deshalb unseren Preis für ihre Leistungen im Jahr 2017 verdient hat."

Nach dem Finale der Skeleton-WM im Februar in Königssee hatte Jacqueline Lölling entgeistert und ungläubig reagiert, als sie erfuhr, dass sie als jüngste Weltmeisterin in die Skeleton-Annalen eingegangen sei. „Was, wirklich die jüngste? Das ist ja total cool!“, stammelte sie. Als amtierende Europameisterin wollte sie bei der Heim-WM zwar eine Medaille holen, dass es aber Gold und der Titel werden würde, kam für sie völlig unerwartet. Und dann noch mit dem Superlativ „jüngste Weltmeisterin ever“ – das war emotional fast zu viel für die Angestellte der Sportfördergruppe bei der Bundespolizei. Zwei Tage vor der Gala in Baden-Baden gewann Jacqueline Lölling als Titelverteidigerin bei der Europameisterschaft in Innsbruck-Igls die Silbermedaille.

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