Malaika schreibt Sportgeschichte

Malaika schreibt Sportgeschichte

Malaika schreibt Sportgeschichte

„Malaika Mihambo hat heute wieder Geschichte geschrieben“. Heike Drechsler, zweifache Olympiasiegerin und vierfache Weltmeisterin, zeigte sich begeistert, „sie ist einfach eine Super-Athletin, die mit ihrer Erfahrung WM-Silber gewonnen hat“.

Mihambo ist fraglos eine Athletin für die Sportgeschichte. Bei den Leichtathletik Weltmeisterschaften Tokio wurde sie vier Jahre nach ihrem Olympiasieg Vize-Weltmeisterin und holte damit ihre elfte internationale Medaille. Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen, den sich Mihambo mit der Olympiasiegerin Tara Davis-Woodhall lieferte. Die US-Amerikanerin gewann mit 7,13 Metern im vierten Versuch Gold. Doch Mihambo kämpfte sich über 6,92, 6,95 und 6,99 Meter immer dichter heran. „Es war mein bester Wettkampf in diesem Jahr“, zeigte sich die 31-Jährige zufrieden, „ich kann immer noch dazulernen und neue Wege gehen“. Sie hatte sich während des Wettkampfes nach jedem Sprung meditativ in sich zurückgezogen und fokussiert. „Wir sind mit Silber total glücklich und sollten nicht zu viel verlangen“, kommentierte Uli Knapp, Trainer und „Schattenmann“ von Mihambo seit vielen Jahren, den Wettkampf. „Letztlich sind es Medaillen, an denen man gemessen wird“, äußerte sich die Heidelbergerin vor der WM im dpa-Interview zu der Verantwortung.

In Paris wurde sie als Folge ihrer Corona-Erkrankung mit dem Rollstuhl aus dem Stadion gefahren. 2023 musste sie bei der WM in Budapest verletzungsbedingt passen. Ob krank, verletzt, Mihambo ist immer wieder aufgestanden und in die Weitsprunggrube zurückgekehrt. Nur Heike Drechsler ist mit 7,48 Metern in Deutschland je weiter gesprungen.

Für ihre außergewöhnlichen Leistungen wurde die Athletin von der LG Kurpfalz 2019, 2020 und 2021 zur „Sportlerin des Jahres“ gewählt. „Ich hoffe, Malaika hat die Kraft für weitere Jahre“, setzt Heike Drechsler, 2000 „Sportlerin des Jahres“, auf eine längere Karriere der Überfliegerin.

Und nach der Pleite von Budapest – ohne DLV-Medaille – ging über Japan wieder die Sonne auf. Amanal Petros (30) setzte die Silber-Serie fort. Platz 2 im Marathon – nach 2:09,48 Stunden um die Winzigkeit von 3/100-Sekunden bezwungen. In der Hitzeschlacht von Tokio gelang dem seit 13 Jahren in Deutschland lebenden Ausdauer-Sportler eine WM-Überraschung par excellence.

Bild: Malaika Mihambo bei der Ehrung zur Sportlerin des Jahres 2021

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