Raimunds Märchenstunde im Fleimstal

Raimunds Märchenstunde im Fleimstal

Philipp Raimund
Raimunds Märchenstunde im Fleimstal

Wenn Experten ausrasten – der unerwartete Olympiasieg von Philipp Raimund ließ bei der ARD Sven Hannawald eskalieren. Bei Eurosport ging Markus Eisenbichler in die Vollen. Weil auch die Fachleute baff waren, als der 25-jährige Oberstdorfer auf der Normalschanze von Predazzo Geschichte schrieb. Führender nach Durchgang eins und als letzter Springer mit Nervenstärke auf den Thron gesegelt. Das verschlug allen die Sprache. Vorher hatte „Hille“ noch keinen Weltcupsieg errungen, der bisherige Winter war für die deutschen Skispringer eher durchwachsen ausgefallen, weil die Großen wie Wellinger (vor acht Jahren selbst das Goldkind in Pyeongchang) und Geiger schwächelten und die zweite Garde (Raimund und Hoffmann) zwar ans große Tor anklopften, aber noch nicht eintraten.

Nun diese phänomenale Flugshow und hinterher von allen geherzt, konnte Philipp Raimund gar nicht glauben, dass er die scheinbar Unbezwingbaren aus Österreich, Slowenien und Norwegen düpiert hatte. Bei lästigem Rückenwind, auf der relativ kleinen Schanze, wo die gute (Telemark-) Landung mindestens so wertvoll ist wie ordentliche Weiten, gelang dem Olympia-Novizen das Wunder. Die Medien schrieben vom Märchen – für das Team D bereits die zweite Goldmedaille. Und für den Überflieger kann im Val di Fiemme noch manches möglich sein. Im Mixed-Wettbewerb und auf der großen Schanze.

Bild: Picture alliance

Teilen Sie diesen Beitrag