„Wir sind einmalig“, sagt Christiane Krajewski. Seit bald zwölf Jahren ist die Präsidentin von Special Olympics Deutschland (SOD). Gerade sind die Nationalen Spiele im Saarland zu Ende gegangen, die Deutschen Meisterschaften für Menschen mit geistiger Behinderung. Sechs Tage, 27 Sportarten, 4000 Athletinnen und Athleten, 3000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, je 2000 Medaillen in Gold, Silber und Bronze. Kurzum: Deutschlands größtes inklusives Multisport-Event.
Sechs Monate vor der Wahl zum „Sportler des Jahres“, die am 20. Dezember im Kurhaus in Baden-Baden stattfindet, sagt SOD-Präsidentin Krajewski: „Wir sind eine Wertegemeinschaft, bei der Fairness und Menschlichkeit eine zentrale Rolle spielen. Wenn sich unsere Athleten – egal, ob sie gewonnen oder nicht gewonnen haben – nach einem Wettbewerb in die Arme fallen, dann drückt das das aus, für was wir stehen und was uns Freude macht.
Zum zweiten Mal wird auch der „Special Olympics Sportler des Jahres“ ausgezeichnet. Die Preis-Kategorie wurde im vergangenen Jahr auf Initiative der Deutschen Telekom eingeführt. Ein historischer Moment für die Anerkennung und die Sichtbarkeit von Menschen mit geistiger Einschränkung und ihren sportlichen Leistungen.
Erste Preisträgerin wurde die Shorttrack-Athletin Sophie Dzidak. Sie gewann bei den Winter-Weltspielen 2025 Gold über 333 Meter und Silber über 500 Meter. Laudator Felix Neureuther sagte: „Sophie zeigt, was im Sport möglich ist, wenn Menschen Chancen bekommen und ihre Stärken zeigen können. Es ist höchste Zeit, dass Athletinnen und Athleten von Special Olympics selbstverständlich auf dieser Bühne stehen.“
Die große, nationale Bühne lag dieses Jahr bei den Nationalen Spielen im Saarland. Einem Event, das wie kein anderes – „einmalig“ würde Krajewski sagen – für gesellschaftlichen Zusammenhalt steht. Die spürte auch Tennis-Profi Andreas Mies. Der Special-Olympics-Botschafter saß im vergangenen Jahr in der Jury zur Wahl des „special Olympics Sportler des Jahres“. Bei den Nationalen Spielen im Saarland verlieh Mies die Medaillen bei den Tennis-Wettbewerben. „Das waren drei beeindruckende Tage für mich“, sagte Mies, der zweimal die French Open im Doppel gewann: „Ich werde mich an den Spaß und die Freude in den Augen der Athleten erinnern.“